Antarktis so warm wie Los Angeles: Rekordhitze lässt Eis schmelzen

Klimawandel

Alarmierend: In der Antarktis werden Anfang Februar 18,3 Grad Celsius gemessen - es ist etwa gleich warm wie in Los Angeles. Die Folgen für das Polargebiet sind spürbar, das Eis schmilzt.

New York

28.02.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die zwei Satellitenbilder zeigen das Schmelzen auf der Eiskappe der Insel Eagle Island in der Antarktis, aufgenommen am 4. (li) und 13. Februar (re).

Die zwei Satellitenbilder zeigen das Schmelzen auf der Eiskappe der Insel Eagle Island in der Antarktis, aufgenommen am 4. (li) und 13. Februar (re). © picture alliance/dpa

In der Antarktis haben Wissenschaftler Rekordtemperaturen gleichauf mit Kaliforniens Metropole Los Angeles gemessen. Am 6. Februar seien an der argentinischen Forschungsstation Esperanza Base im Norden der Antarktis 18,3 Grad Celsius gemessen worden, mehr als je zuvor seit Beginn der Messungen dort, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Am selben Tag sei es in der für ihr warmes Wetter bekannten US-Metropole Los Angeles etwa gleichwarm gewesen.

Die Rekordtemperaturen seien Teil einer Hitzewelle in der Antarktis, die etwa die erste Februarhälfte angedauert habe. Satellitenbilder der Nasa zeigten, dass die Hitzewelle große Schneemassen zum Schmelzen brachte. Auf der Insel Eagle Island beispielsweise schmolzen zwischen dem 6. und dem 11. Februar nach Nasa-Angaben insgesamt 106 Millimeter der Schneedecke - 20 Prozent der saisonalen Schneeanhäufung. Zuvor waren bereits zwei Hitzewellen im November und im Januar in der Antarktis gemessen worden.

RND/dpa

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