Klub Langer Menschen geht der Nachwuchs aus

Verein mit Tradition

Den Klub Langer Menschen gibt's in Dortmund schon seit 1958. Doch inzwischen tauchen Probleme auf: Der Nachwuchs fehlt. Hatte der Klub in den 70er Jahren bis zu 200 Mitglieder, sind es jetzt gerade mal 70. Auch die Vorstandsposten sind schwer zu besetzen. Die Schuld sieht der Vorsitzende auch beim Internet.

WICKEDE

, 27.03.2015, 02:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Heinz-Jürgen Preuß gehört dem Klub Langer Menschen seit 1958 an, 34 Jahre lang war er Bezirksleiter. Über Ursachen für das geringer werdende Interesse kann auch Preuß, der selbst 1,97 Meter groß ist, nur spekulieren. Sicherlich sei generell die Bereitschaft, sich an einen Verein zu binden, geschwunden.

Einigen Mitgliedern mache vielleicht auch der Jahresbeitrag von 36 Euro zu schaffen. Hinzu komme, dass vieles, für das sich der Verein früher eingesetzt habe, heute leicht im Internet zu beschaffen sei – wie übergroße Kleidung, Schuhe oder Möbel.

Längere Betten

Damals, in seinen aktiveren Zeiten, habe er sich unter anderem für lange Betten bei der Bundeswehr oder in Hotels eingesetzt oder für mehr Beinfreiheit in öffentlichen Verkehrsmitteln. Gerade in Flugzeugen könne es sehr beklemmend werden, wenn man selbst riesengroß sei und sich der Vordermann dann noch zurücklehnt.

Der Klub Langer Menschen trifft sich an jedem dritten Freitag um 19 Uhr im Monat im „Bürgerkrug“ in Asseln, Am Hagedorn 24. Zugangsvoraussetzungen: Frauen müssen mindestens 1,80 Meter groß sein, Männer 1,90 Meter.

 

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