Knappschaftskrankenhaus: Blaulicht lässt Park erleuchten

BRACKEL Die Parkanlage des Knappschaftskrankenhauses blüht auf. Kurioserweise auch in der kalten, dunklen Jahreszeit. Der Grund: Studenten der FH für Design haben "helle" Entwürfe zur Verschönerung gemacht.

von Ruhr Nachrichten

, 05.11.2008, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Studenten erarbeiteten unter der Leitung von Prof. Margareta Hesse über zwei Semester Entwürfe für die künstlerische Parkgestaltung. Die Studenten gingen gezielt vor: sie beobachteten den Park und seine Nutzung über mehrere Tage, machten Fotos von vielen Details und trugen auf Grundrissen Licht und Schatten ein. Unter den acht Entwürfen der Studenten befand sich auch der Vorschlag von Christian Deppner mit dem Titel „Blaulicht“. Seine Idee war überzeugend. „Die große, nachts dunkle Parkfläche sollte durch schmale blaue Lichtbänder entlang der vorhandenen Wege in drei Dreiecke gegliedert werden,“ sagt Christian Deppner. Deko mit sinnhaftem Konzept Jedes der drei Dreiecke steht für einen Bereich des Knappschaftskrankenhauses: Pflege, Ärzte und Verwaltung; Bereiche, die auch symbolisch durch Lichtkorridore verbunden werden sollten. Die Idee zu verwirklichen stellte die Beteiligten vor Herausforderungen: Zum Einen gab es keine Erfahrungen aus dem Bau eines vergleichbaren Projekts mit moderner, energiesparender Lichttechnik, auf die zurückgegriffen werden konnte, und zum Anderen waren die Material- und Arbeitskosten nicht unerheblich für die Installation der 700 Meter langen Lichterketten. Auf die Lösung, dass das Krankenhaus die Materialkosten trägt und die Auszubildenden des Bergwerks Ost das Beleuchtungsprojekt umsetzen, einigte man sich mit Jörg Degelmann, Betriebsrat des Bergwerks Ost in Hamm. „Die Patienten müssen dann nachts nicht mehr in den dunklen Park schauen und die Auszubildenden können jenseits von Ausbildungswerkstatt und Bergwerk zeigen, was sie bislang gelernt haben“, sagt Jörg Degelmann.

Die Lichterketten mit  6850 blauen Leuchtdioden werden von kleinen Haltegerüsten getragen. Die Baupläne verwirklichten die 25 Auszubildenden aus dem Bergbau mit ihren Ausbildern innerhalb von drei Wochen und der stellvertretende Krankenhausverwaltungsdirektor Michael Kleinschmidt weihte die Beleuchtung mit der Enthüllung einer kleinen Hinweistafel ein.