"Kohle.Gobal" ist Ausstellung mit Information und Emotion

Im Ruhr Museum

Sascha Wassilijew wurde nur 46 Jahre alt. Um 8.45 Uhr am 20. September 2006 gab es ein Grubenunglück in Schachtinsk/Kasachstan. Der Bergmann verbrannte. Seine Ersatz-Arbeitskleidung ist jetzt im Ruhr Museum zu sehen - ein Menetekel der Gefahren des weltweiten Kohleabbaus.

ESSEN

von Von Bettina Jäger

, 12.04.2013, 20:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bewegend: das "Kohlenfahrrad" aus Indien.

Bewegend: das "Kohlenfahrrad" aus Indien.

Ruhr Museum auf Zollverein , Essen: "Kohle.Global", 15.4.-24.11.2013, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt 6 Euro, Kat. 24,90 Euro.

Informationen wie diese präsentiert der "Hingucker" der Schau: Einen riesigen Globus - Projektionen lassen die Leinwand rund erscheinen - hat Gestalterin Ursula Gillmann in die Mitte gehängt. Fotos zeigen die teils schlimme Arbeitswelt unter Tage. Fassungslos stehen wir vor dem alten Fahrrad, mit dem ein junger Inder 300 Kilogramm illegal abgebaute Kohle transportiert - pro Fahrt! Mit Hilfe solcher Exponate schaffen die Macher den Spagat zwischen den Informationen und den Schicksalen der Kumpel. Dabei ist ein Verdienst der Ausstellung, dass wir uns eine Meinung dazu selber bilden müssen.

Ruhr Museum auf Zollverein , Essen: "Kohle.Global", 15.4.-24.11.2013, Mo-So 10-18 Uhr, Eintritt 6 Euro, Kat. 24,90 Euro.

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