Kokerei Hansa bietet Perspektive für Huckarde

Interview mit Bezirksbürgermeister

Der Jahreswechsel ist ein beliebter Zeitpunkt, um zurück, aber auch nach vorne zu blicken. Wir haben die drei Bezirksbürgermeister im Dortmunder Westen gebeten, dies für ihren Stadtbezirk zu machen. Hier beantwortet der Huckarder Bezirksbürgermeister Harald Hudy die Fragen von Redakteurin Beate Dönnewald.

HUCKARDE

, 28.12.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Gelände der Kokerei Hansa soll ein Veranstaltungszentrum entstehen. Huckardes Bezirkbürgermeister Harald Hudy ist stolz auf das Projekt.

Auf dem Gelände der Kokerei Hansa soll ein Veranstaltungszentrum entstehen. Huckardes Bezirkbürgermeister Harald Hudy ist stolz auf das Projekt.

Worüber haben Sie sich 2016 am meisten gefreut als Bezirksbürgermeister?

Als Bezirksbürgermeister habe ich mich am meisten über die Tatsache gefreut, dass auf dem Gelände der Kokerei eine Veranstaltungshalle mit Geldern des Landes bewilligt wird und Huckarde somit ein Schwerpunkt für solche Veranstaltungen wird.

Und als Privatperson?

Als Privatperson habe ich mich darüber gefreut, dass im wesentlichen unsere Familie dieses Jahr gesund überstanden hat und sich möglicherweise unsere Familie bald etwas vergrößern wird.

Wenn Sie das Jahr für den Stadtbezirk Huckarde Revue passieren lassen, an welchem Punkt bekommen Sie richtig schlechte Laune?

Wenn ich das Jahr für den Stadtbezirk Huckarde Revue passieren lasse, so kann ich keinen Punkt nennen, bei dem ich so richtig schlechte Laune bekommen habe. Einig sind wir uns wie damals, als es um den Erhalt des Stadtbezirks ging. Unser Stadtbezirk hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass er ein offener Stadtbezirk ist, in dem Bürger sämtlicher Nationen leben.

Welche Ziele sind 2016 im Bezirk Huckarde auf der Strecke geblieben?

Nach wie vor bemühen wir uns um ein funktionsfähiges Rad-Verkehrsnetz, welches immer weiter ausgebaut wird. Was fehlt, sind Jugendheime. Hier hat es in der Tat kürzlich ein Gespräch zwischen mir, dem Jugendamt Dortmund und der Stiftung des Industriedenkmals gegeben, ob es dort eine Möglichkeit für eine Unterkunft für Jugendliche geben kann.

Wie bewerten Sie die aktuelle Flüchtlingssituation in Ihrem Bezirk?

Die aktuelle Flüchtlingssituation in unserem Bezirk ist dadurch zu kennzeichnen, dass sehr viele nun bereits in Wohnungen eine Heimat gefunden haben und damit zumindest für diese Personen für eine ordnungsgemäße Unterbringung im Bereich unseres Stadtbezirks gesorgt worden ist.

Und wie bewerten Sie die Entwicklung des Nordwärts-Projekts im Stadtbezirk Huckarde?

Nordwärts ergibt eine ganze Menge Perspektiven für unseren Stadtbezirk. Es geht einmal um den Ausbau des nördlichen Geländes der Kokerei, insbesondere auch der Halle, die für die Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird. Der Deusenberg wird zahlreiche Initiativen entwickeln, genauso wie das Gelände in Kirchlinde.

Welche Aufgaben und Herausforderungen warten 2017 auf Sie und die Bezirksvertretung Huckarde?

Hier gibt es sicherlich eine Menge Herausforderungen. Wir wollen jedoch seitens der Bezirksvertretung unsere Schulen in Ordnung bringen und auch in unseren Kindergärten für die notwendigen Ausstattungen sorgen.

Welcher Ortsteil ist ihr größtes Sorgenkind im Bezirk Huckarde und warum?

Ein großes Sorgenkind im Stadtbezirk sind die Bereiche, in denen die Nahverkehrsversorgung bedauerlicherweise nicht mehr funktioniert. Hier lassen sich im politischen Rahmen Möglichkeiten nur begrenzt schaffen. Wir bemühen uns um jeden, der in der Lage ist, einen Teil zu der Einzelhandelsversorgung in solchen Bezirken zu leisten.

Sie haben drei Wünsche frei: Welche sollten in Ihrem Bezirk auf jeden Fall 2017 in Erfüllung gehen?

Wenn mir drei Wünsche frei gestellt werden, so wünsche ich einmal den Verbleib der Halle auf dem Gelände der Kokerei. Ich wünsche eine vernünftige Nahversorgung in den unterversorgten Bezirken und ich wünsche, dass das gesamte Leben in den Ortsteilen Kirchlinde und Huckarde lebenswert gemacht wird. Einen großer Beitrag dazu leisten die zahlreichen Vereine in unserem Stadtbezirk, die für ein solches Wohlergehen sorgen.

Verraten Sie uns auch Ihre persönlichen Wünsche für 2017?

Wenn Sie mich nach meinen persönlichen Wünschen fragen, so beziehe ich dies ausdrücklich darauf, dass ich für meine Familie und mich wünsche, dass alle gesund bleiben und das komplette nächste Jahr auch gesund erleben.

Harald Hudy (SPD) ist seit über 20 Jahren Huckarder Bezirksbürgermeister (vormals Bezirksvorsteher). Sein Stellvertreter sind Peter Spineux (CDU) und Iris Enke-Entrich (SPD). Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Huckarde ist am 1. Februar (Mittwoch) in der Bezirksverwaltungsstelle Huckarde, Rahmer Straße 15. Beginn ist um 16 Uhr mit der Einwohnerfragestunde.

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