Kokslöschen soll in Huckarde erlebbar werden

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Huckardes Wahrzeichen, der ehemalige Kokslöschturm 0, ist derzeit eingerüstet. In luftigen 40 Metern Höhe sanieren Zimmerleute das verwitterte Holzgebälk. Ende des Jahres soll die Restaurierung abgeschlossen sein – und das Kokslöschen dann für die Besucher des Industriedenkmals erlebbar.

HUCKARDE

, 31.05.2017, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auszubildender Johannes Loesing, Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Industriedenkmalstiftung, und Stefan Witte erklären die Sanierung.

Auszubildender Johannes Loesing, Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Industriedenkmalstiftung, und Stefan Witte erklären die Sanierung.

Johannes Lösing ist Auszubildender, sein Arbeitsplatz über den Dächern von Huckarde. „Die Höhe macht mir nichts aus“, sagt der künftige Zimmerer beim Pressetermin an seinem Arbeitsplatz. „Es ist ja alles eingerüstet.“ Eine spannende Tätigkeit: Denn Lösing und Geselle Stefan Witte bohren zwar nicht die sprichwörtlichen „dicken Bretter“, aber dicke Balken. 16 mal 16 Zentimeter messen deren Kanten.

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Ehemaliger Kokslöschturm wird saniert

Huckardes Wahrzeichen, der ehemalige Kokslöschturm 0, ist derzeit eingerüstet. In luftigen 40 Metern Höhe sanieren Zimmerleute das verwitterte Holzgebälk.
31.05.2017
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Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
Der ehemalige Kokslöschturm in Huckarde wird saniert.© Foto: Stephan Schütze
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Ein paar hundert Meter Gebälk haben sie in den letzten Wochen schon erneuert. „Solch ein großes und hohes Bauwerk ist schon etwas Besonderes“ , sagt Witte. Und eine Herausforderung: Um die Balken an ihren künftigen Platz zu bringen steht lediglich der Aufzug am Gerüst zur Verfügung – die letzten Meter stemmen die Männer mit reiner Muskelkraft.

Etagenweise

Johannes Lösing und Stefan Witte arbeiten von oben nach unten. Ist eine Etage fertiggestellt, montieren Gerüstbauer die Stahlkonstruktion etagenweise ab. Erst dann sind die Arbeiten in der darunter liegenden Etage möglich. Wie notwendig die Sanierung ist, zeigt sich oberhalb des Betonsockels. Wind und Wetter haben einen Teil der Balken verrotet, einen anderen Teil verdreht. „Holz arbeitet“, erklärt Julia Moldenhauer, die bauausführende Architektin der Industriedenkmalstiftung.

Nicht erst seit der Stilllegung der Kokerei im Jahr 1992 ist der Turm in die Jahre gekommen. Auch der vormalige Betrieb hat dem erst 1980 / 81 errichteten Bauwerk zugesetzt. „Bei jedem Koks-Löschvorgang wurden 10.000 Liter Wasser als Dampf nach oben entlassen“, betont Ursula Meerfeld, Geschäftsführerin der Stiftung. „120 Mal am Tag.“ Die „Huckarder Wolken“ sind für Mehrmann ein nach außen sichtbares Zeichen der Produktivität der Großkokerei. „Es läuft und läuft.“

Ende des Jahres sollen auch die Beton-Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. „Die Besucher der Kokerei sollen den Löschturm künftig ebenerdig begehen können, um aus dem faszinierenden Innenraum heraus den Himmel zu erspähen“, erklärt Ursula Mehrfeld. Mehr noch: „Wir planen auch, den Löschvorgang in irgendeiner Form zu inszenieren – ob per Video oder Audio wissen wir noch nicht“, verrät sie. „Und wir träumen davon, wieder eine Wasserdampfwolke zu erzeugen.“

125 Kubikmeter Fichtenholz sind im Löschturm verbaut. Sie werden zu großen Teilen erneuert. 35.000 Liter fasst jeder der zwei Löschtanks. 25.000 Liter wurden für einen Löschvorgang benötigt.

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