Kolpingsfamilie stoppt Verkauf von Wendler-CDs

Wurden die Platten geklaut?

Die Posse um die entsorgten Wendler-CDs geht weiter: Jetzt hat sich der Schlager-Star zu Wort gemeldet und liefert eine Erklärung, wie 1,5 Tonnen Platten in Altkleider-Containern der Kolpingsfamilie Derne landen konnten. Und die Erklärung hat Auswirkungen für die Kolpingsfamilie.

DERNE

, 15.11.2016, 11:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Massenhaft Platten wurden offenbar illegal entsorgt.

Massenhaft Platten wurden offenbar illegal entsorgt.

Nach den entsorgten Wendler-CDs in Altkleider-Containern der Kolpingsfamilie in Derne äußert sich nun auch der Schlagersänger höchstpersönlich. „Ja, bei mir wurde eingebrochen! Mein Anwalt bereitet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl vor. Das ist kein Scherz, sondern eine Straftat“, erklärte Schlager-Star Michael Wendler ("Sie liebt den DJ") gegenüber der Bild-Zeitung

Zur Erinnerung: Die Derner Kolpingsfamilie sitzt auf eineinhalb Tonnen CDs und DVDs von Michael Wendler. Unbekannte warfen die rund 4500 originalverpackten Tonträger in die vier Altkleider-Container. Der Kolpingsfamilie, die mit dem Gelderlös aus den Containern eigentlich Gutes tut, entsteht nun ein finanzieller Schaden durch die illegale Entsorgung.

Möglicherweise handelt es sich bei den CDs und DVDs um Diebesgut. Einbrecher seien in einen Stallanbau auf der Ranch des Schlagersängers in Dinslaken eingebrochen, hier wurden CDs gelagert – „hauptsächlich alte Promo-Ware“, so der Wendler weiter. Unklar bleibt, wie und warum das tonnenschwere Diebesgut in den Altkleider-Container kam. Eine Anfrage unserer Redaktion ließ Michael Wendler bislang unbeantwortet.

„Man kann es kaum glauben, dass jemand die CDs stiehlt und anschließend bei uns in den Container wirft“, sagte Barbara Koritzius von der Derner Kolpingsfamilie am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Klar ist für sie aber: „Wir haben eine neue Situation.“ Immerhin könnte es sich um geklaute CDs und DVDs handeln. Die Platten werden erst mal nicht, wie zuvor geplant, für einen geringen Preis verkauft – vorerst liegt die „Aktion Wegwerfmusik“ also auf Eis. „Wir können jetzt nichts machen“, sagt Barbara Koritzius, der Wendler könne die CDs und DVDs aber gerne wieder haben. 

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