Dr. Kai Zwicker bleibt weiterhin Landrat im Kreis Borken

rnKommunalwahl 2020

Am Ende war es mehr als deutlich: Mit 67,2 Prozent der Stimmen hat Dr. Kai Zwicker die Landratswahl gewonnen.

von Josef Barnekamp und Horst Andresen

Kreis Borken

, 13.09.2020, 23:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Damit lag der 52-Jährige deutlich vor den beiden Mitbewerberinnen Nadine Heselhaus (SPD, 17,4 Prozent) und Susanne Trautwein-Köhler (Grüne, 15,4 Prozent).

Bei den Kreistagswahlen blieb es bis zum Ende spannend: Letztlich landete die CDU bei 30 Sitzen – was genau der Hälfte der Kreistagsmandate entspricht. Rechnet man aber die Landratsstimme hinzu, reicht es zur Mehrheit im Kreistag. Für die SPD war der Abend eine herbe Enttäuschung. Sie verlor gegenüber 2009 fast sieben Prozent.

Nach seinem Rekordergebnis zeigte sich der bisherige und auch künftige Landrat Dr. Kai Zwicker „total erleichtert“. Das gute Ergebnis sei der Arbeit vieler zu verdanken. „Es war ein gutes Gesamtpaket“, sagte Zwicker zu den Themen seines Wahlkampfes.

Susanne Trautwein-Köhler zeigte sich „ein bisschen enttäuscht“, dass sie den Rückenwind für die Grünen im ländlichen Raum nicht so umsetzen konnte wie gewünscht. Nadine Heselhaus sagte, sie sei „natürlich enttäuscht“. Sie habe einen guten Wahlkampf geführt, so die Sozialdemokratin, die gerne die 20-Prozent-Marke geknackt hätte.

Vera Timotijevic, auf Platz eins der Reserveliste der Grünen, freute sich über vier zusätzliche Sitze für ihre Partei. „Das ist mehr als ordentlich“, sagte sie. Gleichwohl habe man sich gewünscht, die SPD als zweitstärkste Kraft im Kreistag abzulösen, was nur teilweise gelang: Sowohl SPD als auch Grüne holten je neun Sitze.

Für die UWG betonte deren Fraktionschef im Kreistag, Jörg von Borczyskowski: „Da kann man nicht meckern.“ Immerhin habe man nach Stimmenverluste bei den vorangegangenen Wahlen wieder leicht zulegen können.

Auch FDP-Kreisvorsitzender Reinhard Böcker war zufrieden, hatten die Liberalen doch zugelegt. Robert Brandt (Linke) kommentierte den einen Sitz für seine Partei (wie bislang): „Das war zu befürchten“. Mit zwei Sitzen zufrieden war Marc Kublun (AfD). Die Partei verfehlte allerings den Fraktionsstatus.

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