Kommunalwahl in NRW – Hier kommt es noch zur Stichwahl um das höchste Amt

rnKommunalwahl 2020

In einer Reihe von Städten in NRW müssen die Oberbürgermeister-Kandidaten in eine Stichwahl. Manche Duelle sind besonders spannend. Alles rund um die Wahl finden Sie hier im Liveblog zum Nachlesen.

von Wiebke Karla, Irina Höfken, Julian Reimann

NRW

, 14.09.2020, 12:52 Uhr / Lesedauer: 18 min

Das Wichtigste in Kürze

  • 14 Millionen Menschen waren in NRW zur Wahl aufgerufen.
  • Gewählt wurden Oberbürgermeister (OB), Bürgermeister oder Landräte sowie Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage und Bezirksvertretungen und erstmals auch das Ruhrparlament.
  • Die Wahlbeteiligung lag mit 51,9 Prozent etwas über der Beteiligung von 2014 (50 Prozent).
  • Bei den Briefwahlanträgen gab es eine Rekordbeteiligung, vor vielen Wahllokalen bilden sich Schlangen.
  • In Lünen, Castrop-Rauxel, Soest und Duisburg kam es zu Wahlpannen
  • In Bochum wurden zwei Briefwahlzentren an Schulen geräumt, weil in den Umschlägen verdächtige Gegenstände gefunden wurden.
  • Eine mutmaßlich islamistische Messer-Attacke in Stolberg steht laut den Ermittlern möglicherweise in Zusammenhang mit der Kommunalwahl in NRW.
  • Unerwartet hohe Zugriffe haben die Internetseiten der Stadt Hagen und des Ennepe-Ruhr-Kreises lahm gelegt.
  • Die SPD holt mit 29,4 Prozent die meisten Stimmen bei der ersten Direktwahl des Ruhrparlaments. Die CDU erreichte 27.2, die Grünen 20,3 Prozent.

Die Ereignisse aus NRW in der Zusammenfassung:



21.01 Uhr: Kreiswahlausschuss entscheidet über Wahl-Panne

Ob die Panne im Wahllokal des SV Lünen 08 am Cappenberger See Folgen hat, entscheidet sich am 16. September: Dann tagt in Unna der Kreiswahlausschuss und wird sich mit den Vorgängen am Morgen des Wahlsonntags beschäftigen.

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19.20 Uhr: Streit um verspätete Zustellung von Briefwahlunterlagen
Bei den Kommunalwahlen in Duisburg haben mehr als 1000 Bürger ihre Briefwahlunterlagen erst ein oder zwei Tage vor der Wahl erhalten. Stadt und Deutsche Post schieben sich gegenseitig die Verantwortung dafür zu. „Es ist inakzeptabel, dass viele Antragsteller so lange auf ihre Unterlagen warten mussten“, erklärte Duisburgs Wahlleiter Martin Murrack laut einer Mitteilung am Montag. Hier müsse die Post dringend ihre Verfahren überprüfen. Ein Sprecher der Deutschen Post wies die Vorwürfe zurück. „Wir haben keinerlei Hinweise, dass bei uns irgendwas schiefgelaufen ist“, sagte Post-Sprecher Rainer Ernzer.

18.14 Uhr: Stichwahl in Dortmund: Verdrängen die Grünen jetzt die CDU?

Erst nach der Stichwahl ist klar, wer Dortmunds neuer Oberbürgermeister wird. Doch schon jetzt stellt sich die Frage nach seinen Stellvertretern. Hier werden die Karten neu gemischt. Die Tatsache, dass die bisherige 1. Bürgermeisterin Birgit Jörder (SPD) nicht im neuen Rat vertreten sein wird, sorgt für weitere Dynamik im Geschehen.

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15.40 Uhr: Für einige Kandidaten geht es noch in die Stichwahl

In einer ganzen Reihe von Städten in NRW heißt es für die Oberbürgermeister-Kandidaten: nachsitzen. Wer sich nicht gleich im ersten Durchgang die absolute Mehrheit holte, muss sich am 27. September einer Stichwahl stellen. Manche gehen dabei als Favoriten in die zweite Runde. Manche mit zitternden Beinen. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, wo es besonders spannend wird.

12.36 Uhr: Mutmaßlich islamistische Attacke - Wohl Zusammenhang mit Wahl

Eine mutmaßlich islamistische Messer-Attacke im nordrhein-westfälischen Stolberg steht laut den Ermittlern möglicherweise in Zusammenhang mit der Kommunalwahl in NRW. Der Vater des 23-jährigen Opfers sei auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft, die das Verfahren am Montag übernommen hat.

Der mutmaßliche Täter habe vor oder während der Tat „Allahu akbar“ gerufen. Der 21-Jährige Täter hatte in der Nacht zum Sonntag um 0.40 Uhr in Stolberg von außen die Fahrertür eines langsam fahrenden Autos geöffnet und laut Polizei unvermittelt mit einem Messer auf den Fahrer eingestochen. Das Opfer habe „schwere Verletzungen erlitten“, so die Polizei. Der 23-Jährige sei in einer Klinik operiert worden.

11.20 Uhr: Laschet: Erfolg bei NRW-Kommunalwahl Rückenwind für Kurs der Mitte

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat betont, dass seine Partei bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag auch Erfolge in Großstädten erzielt hat. So habe der CDU-Kandidat in der 600 000-Einwohner Stadt Essen im ersten Wahlgang gewonnen. In der Landeshauptstadt Düsseldorf gebe es die große Chance, in der Stichwahl zu gewinnen, sagte Laschet am Montag bei seinem Eintreffen zu Sitzungen der Führungsgremien der Bundes-CDU in Berlin. Laschet, der auch für den CDU-Vorsitz kandidiert, betonte, der Wahlerfolg in NRW sei ein Erfolg derer, die vor Ort gekämpft hätten. „Und er gibt Rückenwind für den Kurs der Mitte.“

10.33 Uhr: Grüne freuen sich über NRW-Kommunalwahl

Das magere Abschneiden der AfD bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen ist aus Sicht der Grünen „bei gestiegener Wahlbeteiligung ein starkes Signal für die Demokratie“. Trotz aller Befürchtungen, dass die AfD in größerem Maße Protestwähler anziehen könnte, habe sich gezeigt: „Die AfD ist besiegbar“, sagte die Parteichefin der Grünen NRW, Mona Neubaur, am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. Da die Grünen mit 20 Prozent der Stimmen und Zuwächsen von 8,3 Prozentpunkten eine Gewinnerin der Wahl seien, sei offensichtlich, dass die Grünen ihren Teil dazu beigetragen hätten, die AfD klein zu halten.

10.07 Uhr: 26 Stichwahlen in NRW in knapp zwei Wochen

In Nordrhein-Westfalen wird es am 27. September noch 26 Stich-Entscheide zur Kommunalwahl geben. Das teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium am Montag in Düsseldorf mit. In 15 Städten müssen demnach noch Oberbürgermeister (OB) gewählt werden, weil am Sonntag keiner der Bewerber auf Anhieb mehr als 50 Prozent der Stimmen erringen konnte. Dazu zählt unter anderem Düsseldorf, wo es der CDU gelingen könnte, erstmals wieder in der Landeshauptstadt eines großen Flächenlandes den OB zu stellen. Auch in 11 Kreisen sind noch Stichwahlen erforderlich.

9.03: Keine Hinweise auf Hackerangriff in Hagen

Die Internetseite der Stadt Hagen war am Wahlabend lahmgelegt. Der Grund waren unerwartet hohe Zugriffszahlen. Hinweise auf einen Hackerangriff gebe es jedoch nicht, wie die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf eine Poliezisprecherin berichtet. Der Server sei wegen der zahlreichen Aufrufe der Seite überlastet gewesen

6.02 Uhr: Erste Direktwahl des "Ruhrparlaments": SPD erhält die meisten Stimmen

Es waren die ersten Direktwahlen für das „Ruhrparlament“ und die SPD hat die meisten Stimmen erhalten. Bei der Auszählung in den 53 Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets kamen die Sozialdemokraten auf 29,4 Prozent. Das teilte der Regionalverband Ruhr (RVR) am Montagmorgen im Internet mit. Die CDU erreichte 27,2 Prozent. Die Grünen holten 20,3 Prozent. In der RVR-Verbandsversammlung sind auch AfD (7,1 Prozent), Linke (4,1 Prozent) und FDP (3,7 Prozent) vertreten. Der RVR ist in der Region unter anderem zuständig für die Regionalplanung und ist Träger diverser Infrastrukturprojekte wie der „Route der Industriekultur“ und des „Emscher Landschaftsparks“.

5.51 Uhr: Kölner Oberbürgermeisterin Reker muss in die Stichwahl

Die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker muss sich einer Stichwahl stellen. Bei der OB-Wahl am Sonntag holte Reker, die von CDU und Grünen unterstützt wird, 45,1 Prozent, wie aus am Montagmorgen im Internet veröffentlichten Zahlen der Stadt hervorging. Der Landtagsabgeordnete Andreas Kossiski von der SPD erreichte mit 26,8 Prozent der Stimmen den zweiten Platz und tritt somit am 27. September gegen Reker in der Stichwahl an.

5.47 Uhr: Amtsinhaber in Gevelsberg gewinnt gegen Annoncen-Kandidat

In Gevelsberg bleibt Amtsinhaber Claus Jacobi auch weiterhin Bürgermeister. Er holte rund 87 Prozent der Stimmen. Felix Keßler (parteilos), erreichte am Wahlsonntag 12,6 Prozent der Stimmen in der Kleinstadt im Ennepe-Ruhr-Kreis. Ein Oppositionsbündnis aus CDU, Grünen, FDP und Freie Wähler hatte einen Herausforderer per Annonce gesucht, weil aus den eigenen Reihen niemand gegen Jacobi antreten wollte, wie die Deutsche Presse Agentur berichtete.

5.35 Uhr: In Aachen liegt Grüne-Kandidatin vorn

Sibylle Keupen, Kandidatin der Grünen in Aachen, erreichte 38,9 Prozent der Stimmen, wie die Stadt am Montagmorgen mitteilte. CDU-Kandidat Harald Baal bekam 24,8 Prozent der Stimmen und lag damit auf dem zweiten Platz. SPD-Kandidat Mathias Dopatka erreichte 22,6 Prozent. Auch im Aachener Stadtrat wurden die Grünen mit 34,1 Prozent stärkste Kraft. Die CDU kam auf 24,8 Prozent.

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5.22 Uhr: Stichwahl in der Landeshauptstadt

In Düsseldorf wird es eine Stichwahl geben. Der amtierende SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel tritt gegen seinen CDU-Herausforderer Stephan Keller an. Geisel erreichte 26,3 Prozent der Wählerstimmen, wie die Stadt am Montagmorgen im Internet mitteilte. Der Kölner Stadtdirektor Keller, der bis 2016 Verkehrs- und Ordnungsdezernent in Düsseldorf war, erhielt 34,2 Prozent. Die FDP-Kandidatin und Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann erreichte 12,5 Prozent. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Stefan Engstfeld lag mit 17,4 Prozent auf dem dritten Platz.

Montag, 14. September 0.30 Uhr: Alle Stimmen in Dortmund ausgezählt
Sechs Stunden nach Schließung der Wahllokale sind die letzten Stimmen in Dortmund um kurz nach Mitternacht endlich ausgezählt. Zwei OB-Kandidaten gehen in die Stichwahl, im Rat gab es knappe Entscheidungen. Thomas Westphal (SPD) und Dr. Andreas Hollstein (CDU) treten in der Oberbürgermeister-Stichwahl am 27. September gegeneinander an. Im Liveblog aus Dortmund können Sie die Ereignisse nachlesen. Wie die Wahl im Kreis Unna gelaufen ist, lesen Sie hier.

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23.45 Uhr: Überraschungen, Siege und Niederlagen bei der Kommunalwahl im West-Münsterland
Tom Tenosendarp in Vreden, Werner Stödtke in Südlohn und Berthold Dittmann in Stadtlohn sind die Überraschungssieger der Bürgermeisterwahl im westlichen Münsterland. In Ahaus bleibt Karola Voß im Amt und in Heek Franz-Josef Weilinghoff. Unsere Reporter waren in Ahaus, Heek, Legden, Stadtlohn, Südlohn und Vreden unterwegs und haben ausführlich über die Ereignisse des Tages berichtet. Hier finden Sie alle Infos.

Tom Tenostendarp konnte die Höhe des Sieges selber nicht glauben.

Tom Tenostendarp konnte die Höhe des Sieges selber nicht glauben. © Victoria Garwer


23.36 Uhr: Thomas Kufen bleibt OB in Essen, Eiskirch OB in Bochum
Der CDU-Politiker Thomas Kufen (47) bleibt Oberbürgermeister von Essen. Der Amtsinhaber erreichte 54,3 Prozent der Stimmen, teilte die Stadt am Sonntagabend im Internet nach Auszählung aller Stimmbezirke mit. Herausforderer Oliver Kern (SPD, 54) kam auf 20,3 Prozent, Mehrdad Mostofizadeh (Grüne, 51) auf 12,2 Prozent.

In Bochum gewann Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) 61,77 Prozent der Stimmen und wurde erneut ins Amt gewählt.


23.16 Uhr: Noch immer sind viele Wahlbezirke nicht endgültig ausgezählt
In den vielen Städten läuft die Auszählung der Stimmen noch.

22.41 Uhr: Wahlpanne in Soest - 412 Stimmen ungültig

Wegen einer Wahlpanne sind bei der Kreistagswahl in Soest 412 Stimmen für ungültig erklärt worden. In einem Stimmbezirk im Stadtgebiet seien irrtümlicherweise die Stimmzettel für den Nachbarbezirk ausgegeben worden, teilte der Kreis Soest am Sonntagabend mit. Der Kreiswahlleiter werde in den nächsten Tagen vor der Feststellung des amtlichen Endergebnisses prüfen, ob die ungültigen Stimmen relevant für Mandate und die Zusammensetzung des Kreistages hätten sein können. Bei der Briefwahl sei der Fehler nicht passiert - dort seien die richtigen Stimmzettel versandt worden.

22.23 Uhr: In Münster muss Lewe (CDU) in die Stichwahl gegen Grünen-Kandidat

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) hat eine direkte Wiederwahl verpasst. Bei den Kommunalwahlen erreichte er am Sonntagabend 44,55 Prozent der Stimmen, wie die Stadt nach der Auszählung aller Wahlbezirke mitteilte. Damit wird eine Stichwahl in 14 Tagen erforderlich, bei der Lewe gegen Peter Todeskino (Grüne) antritt. Todeskino kam auf 28,47 Prozent der Stimmen. SPD-Kandidat Michael Jung erreichte 16,3 Prozent.

22.11 Uhr: Internetseite der Stadt Hagen lahmgelegt

Unerwartet hohe Zugriffszahlen haben die Internetseite der Stadt Hagen am Wahlabend lahmgelegt. Ein Verfolgen der Auszählung der Kommunalwahlergebnisse war den Bürgern damit nicht möglich. Stadtsprecher Thomas Bleicher sprach von „ungebetenem Besuch“. „Wir wissen nicht, wo die herkommen. Wir wissen nur, dass das nicht normal ist.“ An der Technik liege es nicht. Die Stadt veröffentlichte Zwischenergebnisse über soziale Medien.

22 Uhr: Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach wiedergewählt

Der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) ist wiedergewählt worden. Er erreichte bei der OB-Wahl am Sonntag nach Daten der Stadt 55,3 Prozent der Stimmen und damit die erforderliche absolute Mehrheit. Herausforderer Carsten Becker (CDU) landete mit 27,5 Prozent der Stimmen weit dahinter. Kurzbach ist seit 2015 Oberbürgermeister der Stadt, in der zuletzt fünf Geschwister getötet wurden.

21.51 Uhr: Die FDP stellt in einer Stadt den Bürgermeister

In Hallenberg (Hochsauerlandkreis) gibt es eine echte Sensation. Künftig stellt die FDP den Bürgermeister, wie der WDR berichtet. FDP-Kandidat Enrico Eppner hat sich mit knapp 65 Prozent der Stimmen durchgesetzt - gegen Matthias Stappert von der CDU. Eppner ist gerade mal 34 Jahre alt und bisher Ortsvorsitzender der FDP.

21.44 Uhr: Stichwahl bei OB-Wahl in Gelsenkirchen nötig

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Gelsenkirchen hat keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Wie die Stadt am Sonntagabend im Internet nach Auszählung aller Stimmbezirke mitteilte, erhielt Stadtdirektorin Karin Welge (SPD, 57) mit 40,4 Prozent die meisten Stimmen. In der Stichwahl am 27. September tritt sie gegen den CDU-Kandidaten, Rechtsanwalt Malte Stuckmann (42), an. Er holte am Sonntag 25,1 Prozent. Die drittmeisten Stimmen erreichte der Kandidat der AfD, Jörg Schneider, mit 12,1 Prozent. David Fischer von den Grünen kam auf 9,3 Prozent.

21.25 Uhr: Andreas Stegemann (CDU) zum neuen Halterner Bürgermeister gewählt

Halterns Stadtoberhaupt bleibt ein Christdemokrat: Die Bürger der Stadt haben Andreas Stegemann (CDU) am Sonntag mit mehr als 50 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.

21.18 Uhr: Wilhelm Sendermann in Olfen im Amt bestätigt

Wilhelm Sendermann ist weiterhin Bürgermeister von Olfen. Das Ergebnis mit 81,49 Prozent Ja-Stimmen ist deutlich. 2015 holte Sendermann allerdings noch 87,4 Prozent.

21.15 Uhr: SPD-Vorsitzender Walter-Borjans sieht „Trendwende“

Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans sieht im Abschneiden seiner Partei bei den NRW-Kommunalwahlen im Vergleich zur Europawahl im Mai 2019 eine „Trendwende“. Damals kam die SPD in Nordrhein-Westfalen auf 19,2 Prozent. „Das war der Tiefpunkt“, sagte Walter-Borjans im Radiosender WDR 2. Am Sonntagabend lag die SPD laut WDR-Hochrechnung von 20.07 Uhr bei 23,4 Prozent. Seit der Europawahl habe sich eine Menge geändert, so der Parteivorsitzende. Dazu beigetragen hat nach seiner Einschätzung ein „sehr geschlossenes Auftreten der SPD insgesamt“.

21.02 Uhr: Wiederwahl von Landrat Adenauer im Kreis Gütersloh wahrscheinlich

Bei der Landratswahl im Kreis Gütersloh zeichnet sich die Wiederwahl von CDU-Amtsinhaber Sven-Georg Adenauer im ersten Wahlgang ab. Nach 323 von 353 Ergebnissen führte Adenauer deutlich mit 54,3 Prozent, wie aus einer Online-Übersicht des Kreises am Sonntagabend hervorging. Seine SPD-Herausforderin Marion Weike stand bei dem Zwischenstand bei 36,05 Prozent. Adenauer, seit 20 Jahren Landrat im Kreis Gütersloh, hatte sich nach dem Corona-Massenausbruch beim Fleischkonzern Tönnies als Krisenmanager einen Namen gemacht. Er ist Enkel des ersten Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer (1876-1967).

20.51 Uhr: Böhmermann prognostiziert „mindestens 50% Fahrradwege“

Der Moderator und Satiriker Jan Böhmermann hat sich auf Twitter nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen zu dem Ergebnis der Grünen in Köln geäußert. Er vermutet, dass nun in der „Horror-Autostadt“ die Hälfte der Straßen in Fahrradwege umgewandelt werden.

20.42 Uhr: Wahlbeteiligung leicht gestiegen

Im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 sind mehr Menschen zur Wahl gegangen. Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr bei 51,5 Prozent - das sind 1,5 Prozent mehr, als bei der vorherigen Kommunalwahl

20.35 Uhr: Ergebnis in Nordkirchen: Dietmar Bergmann eindeutig wiedergewählt

Dass Bürgermeister Dietmar Bergmann wiedergewählt wurde, ist keine Überraschung. Er konnte allerdings sein Ergebnis von 2014 von fast 85 Prozent noch steigern und liegt jetzt bei 90 Prozent.

Der Gemeinderat sieht so aus: Die CDU ist mit 48 Prozent stärkste Kraft, 24 Prozent gibt es für die SPD, 19 Prozent für die Grünen, 6 Prozent für die UWG und 4 Prozent für die FDP. Die Grünen haben damit ihr Ergebnis von 2014 fast verdoppelt. Die SPD verliert hingegen um acht Prozentpunkte.

20.14 Uhr: Laschet: Wahlergebnis auch Anerkennung für Weg während Pandemie

Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Armin Laschet hat den Sieg seiner Partei bei den NRW-Kommunalwahlen als Anerkennung für den „Weg von Maß und Mitte in der Pandemie“ bezeichnet. Laschet sagte am Sonntagabend in Düsseldorf, dieser Weg „war richtig, ist richtig und bleibt in Zukunft auch richtig“ für Nordrhein-Westfalen. Den Sieg der CDU „in dieser Größenordnung“ hätten viele nicht erwartet in einem Land, das 50 Jahre von der SPD regiert worden sei. Drei Jahre nach der Landtagswahl sei die CDU in NRW „tief verankert“, sagte Laschet.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen, gibt nach Schließung der Wahllokale ein Statement ab.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen, gibt nach Schließung der Wahllokale ein Statement ab. © picture alliance/dpa

20.09 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen bei OB-Wahl in Düsseldorf

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Düsseldorf liefern sich Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD) und sein CDU-Herausforderer Stephan Keller wie erwartet ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung von 215 von 454 Stimmbezirken lag Keller mit 30,99 Prozent knapp vor Geisel (28,64 Prozent), wie aus einer Online-Übersicht der Landeshauptstadt hervorging.

20.07 Uhr: OB-Wahl in Essen: Amtsinhaber Kufen (CDU) liegt vorn

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Essen zeichnet sich ein knapper Wahlsieg des Amtsinhabers Thomas Kufen (CDU) ab. Nach Auszählung von 285 der insgesamt 429 Stimmbezirke lag der 47-Jährige mit 51,8 Prozent leicht vorn. SPD-Herausforderer Oliver Kern (54) kam auf 20,5 Prozent. Mehrdad Mostofizadeh (Grüne, 51) lag bei 12,5 Prozent. Kufen ist seit 2015 Oberbürgermeister der Ruhrgebietsstadt.

20.06 Uhr: SPD-OB Eiskirch in Bochum mit Chancen auf direkte Wiederwahl

Der SPD-Oberbürgermeister in Bochum, Thomas Eiskirch (49), hat nach der Auszählung von knapp der Hälfte der Wahlbezirke gute Chancen auf eine direkte Wiederwahl. Nach der Auszählung von 125 der 281 Bezirke lag er mit 61,4 Prozent klar in Front, wie die Stadt am Sonntagabend berichtete. Sein Herausforderer von der CDU, der Rechtsanwalt Christian Haardt (55), erreichte zu diesem Zeitpunkt knapp 18,2 Prozent. Die Bochumer Grünen hatten vorab mit der SPD vereinbart, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen und zur Unterstützung Eiskirchs aufzurufen.

20.04 Uhr: In Dortmund zeichnet sich eine Stichwahl ab

Rund die Hälfte der 671 Dortmunder Wahlbezirke haben die Stimmen der OB-Wahl bereits ausgezählt. Mit 36,1 Prozent liegt Thomas Westphal (SPD) zur Halbzeit klar vorne. Das Rennen um Platz Zwei scheint entschieden: Andreas Hollstein von der CDU kommt auf 26,9 Prozent der Stimmen und würde nach aktuellem Stand in die Stichwahl einziehen. Daniela Schneckenburger (Grüne) kommt auf 21,3 Prozent der Stimmen.

Thomas Westphal (SPD) liegt nach den ersten Stimmen-Auszählungen vorne, muss aber dennoch in die Stichwahl.

Thomas Westphal (SPD) liegt nach den ersten Stimmen-Auszählungen vorne, muss aber dennoch in die Stichwahl. © Dieter Menne Dortmund

19.59 Uhr: Auch in Dorsten Amtsinhaber klar vorne

In Dorsten deutet bislang alles auf einen klaren Sieg von Amtsinhaber Tobias Stockhoff hin. Der Kandidat der CDU liegt nach den ersten Auszählungen mit rund 75 Prozent der Stimmen vorne.

19.54 Uhr: Die Hälfte der Stimmen in Werne ausgezählt - Amtsinhaber vorne

In Werne sind 22 von 41 Bezirken ausgezählt. Es liegt vorne: Amtsinhaber Lothar Christ mit 57, CDU-Herausforderer Dominik Bulinski mit knapp 27 und Benedikt Striepens (Grüne) mit 16,5 Prozent. Ist das schon die Vorentscheidung?

19.53 Uhr: In Schwerte liegt die SPD derzeit vorne

In vier der ersten sechs ausgezählten Stimmbezirken liegt die SPD vorne. Das beste Ergebnis erzielte sie in Holzen 1 mit 39, 42 Prozent. In Westhofen1 schaffte die CDU mit 32,38 Prozent die Mehrheit und in Villigst waren es die Grünen mit 42,98 Prozent. Allerdings fehlen noch Wahllokale in den Bezirken und die vielen Briefwähler.

19.50 Uhr: Wahllokale in Castrop-Rauxel länger auf - Wähler weggeschickt

Nach Angaben von CDU-Ratskandidat Michael Fritsch hat in einem Wahllokal in Castrop-Rauxel der letzte Wähler um 19.15 Uhr gewählt. Vor dem Wahllokal hatte es lange Schlagen gegeben und einige Wählerinnen und Wähler wurden weggeschickt. Die Auszählung hat noch nicht begonnen.

19.47 Uhr: Esken: Enttäuschendes SPD-Ergebnis bei NRW-Kommunalwahlen

Der Absturz der SPD bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen ist nach den Worten der Parteivorsitzenden Saskia Esken bitter. „Das ist natürlich ein enttäuschendes Ergebnis“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. „Es ist uns nicht gelungen, deutlich zu machen, dass es einen Unterschied macht, wo Sozialdemokraten regieren.“ Ihre Partei habe sich ein besseres Abschneiden gewünscht, aber es seien tatsächlich Kommunalwahlen, sagte sie auf die Frage, ob der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, keine Zugkraft habe.

SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken äußerte sich enttäuscht über das Abschneiden ihrer Partei bei der Kommunalwahl in NRW.

SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken äußerte sich enttäuscht über das Abschneiden ihrer Partei bei der Kommunalwahl in NRW. © picture alliance/dpa

19.31 Uhr: Letzte Wahllokale in Bochum hatten bis um 19 Uhr auf

Bei den Kommunalwahlen in Bochum haben die letzten Wahllokale erst gegen 19.00 Uhr geschlossen. Grund waren lange Warteschlangen vor den Lokalen, wie Stadtsprecher Thomas Sprenger sagt. Erst eine Stunde später hätten dann alle, die sich bis 18.00 Uhr angestellt hätten, auch ihre Stimme abgegeben. Sprenger berichtete von mehr als zehn Wahllokalen mit Warteschlangen. Hauptgrund für die Verzögerungen sei der Infektionsschutz gewesen: Viele Wahlräume hätten nur von zwei Wählern gleichzeitig betreten werden dürfen.

19.23 Uhr: Die erste Hochrechnung für NRW ist da

Die CDU bleibt in den Kommunen von Nordrhein-Westfalen deutlich stärkste Kraft. Laut der ersten Hochrechnung zu den Kommunalwahlen von kurz nach 19.00 Uhr kommen die Christdemokraten landesweit auf 36,2 Prozent. Das sind 1,3 Prozentpunkte weniger als bei den Kommunalwahlen 2014, wie der WDR berichtete. Es folgt die SPD mit 23,7 Prozent und einem Minus von 7,7 Prozentpunkten. Die Grünen steigern ihr Ergebnis um 7,4 auf 19,1 Prozent. Die FDP erreicht 4,3 Prozent (minus 0,4), die Linke 3,7 Prozent (minus 1,0) und die AfD 5,9 Prozent (plus 3,3).

19.17 Uhr: Kölner OB Reker muss laut WDR-Hochrechnung in die Stichwahl

In Köln verdichten sich die Anzeichen für eine Stichwahl zwischen Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) und ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski. Reker lag bei der OB-Wahl nach einer Hochrechnung des WDR am Sonntag mit 48,1 Prozent der Stimmen zwar klar vorne, die absolute Mehrheit hat sie aber demnach knapp verfehlt. Der Landtagsabgeordnete Kossiski erhielt der Hochrechnung zufolge 24,3 Prozent der Stimmen.

Die amtierende Kölner Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, liegt laut Prognosen deutlich vorne, muss aber voraussichtlich in die Stichwahl.

Die amtierende Kölner Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, liegt laut Prognosen deutlich vorne, muss aber voraussichtlich in die Stichwahl. © picture alliance/dpa

Reker, die sowohl von der CDU als auch von den Grünen unterstützt wird, verdankt ihre Stimmen vor allem letzteren. Die Grünen holen sich laut WDR-Prognosen den Wahlsieg in Köln (Grüne 29 Prozent, CDU 20,5 Prozent, SPD 20 Prozent, Linke 7 Prozent, FDP 5,5 Prozent, Volt 5,5 Prozent).

19.11 Uhr: Grüne laut WDR-Umfrage bei jungen Wählern mit Abstand vorne

Die Grünen haben bei den NRW-Kommunalwahlen bei den jungen Wählern laut einer Infratest-Dimap-Umfrage im Auftrag des WDR mit Abstand die meisten Stimmen gewonnen. Bei den 16-24-Jährigen lag der Grünen-Anteil demnach bei 33 Prozent - CDU (22 Prozent), SPD (16), FDP (8), Linke (6) und AfD (4) liegen in dieser Altersgruppe deutlich dahinter. Die Grünen übertrafen damit ihr prognostiziertes Gesamtergebnis für alle Altersgruppen von 19 Prozent bei den jungen Wählern deutlich.

19.04 Uhr: Evakuierung in Bochum aufgehoben

Wie der WDR berichtet, wurde die Evakuierung der beiden Zentren in Bochum wieder aufgehoben. Damit kann nun die Auszählung der Briefwahlstimmenn beginnen.

18.45 Uhr: SPD-Chef sieht Verbesserung zur Europawahl
Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Sebastian Hartmann sieht die SPD trotz ihrer Verluste bei den Kommunalwahlen weiterhin als starke politische Kraft. „Im Vergleich zur Europawahl 2019 können wir unser Ergebnis landesweit deutlich verbessern, auch wenn wir leider hinter den Kommunalwahlergebnissen von 2014 zurückbleiben“, erklärte Hartmann am Sonntag in Düsseldorf. „Trotzdem hat sich der Trend gedreht und wir liegen vor den Grünen.“ Die SPD sei weiterhin als Kommunalpartei die zweitstärkste Kraft in NRW. In vielen Großstädten, Kreisen und kleineren Städten und Gemeinden zögen SPD-Kandidaten in Stichwahlen ein.


18.30 Uhr: Briefwahlzentren in Bochum geräumt
In Bochum nach dem Fund von verdächtigen Gegenständen in Wahlumschlägen gleich zwei Briefwahlzentren geräumt worden. Die Zentren befinden sich in Schulen. In beiden Fällen sei der Fund gegen 17 Uhr festgestellt worden, teilte die Stadt am Sonntag auf Twitter mit. Feuerwehr und Polizei seien vor Ort. Weitere Maßnahmen seien eingeleitet. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.


18.16 Uhr: WDR-Prognose für Dortmund: Voraussichtlich Stichwahl

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Dortmund zeichnet sich laut einer Prognose eine Stichwahl ab. Wie der WDR unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap am Sonntagabend berichtete, kommt SPD-Kandidat Thomas Westphal demnach auf 35,5 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat von der CDU, Andreas Hollstein, erhielt demnach 25,0 Prozent. Die einstige Grünen-Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger (Grüne) kommt auf 23,0 Prozent. Damit ist noch nicht klar, wer gegen Westphal antreten wird.

Kommunalwahl in NRW – Hier kommt es noch zur Stichwahl um das höchste Amt

18.04 Uhr: Erste Prognose: CDU gewinnt Kommunalwahlen in NRW
Die CDU hat nach einer Prognose des WDR-Fernsehens die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Christdemokraten kommen demnach auf 36 Prozent. Das ist etwas weniger als bei der Wahl 2014, als die CDU 37,5 Prozent erreichte.

Die SPD erlitt starke Verluste. Sie landete aber mit 23,5 Prozent noch auf dem zweiten Platz vor den Grünen. Vor fünf Jahren hatten die Sozialdemokraten noch gut 31 Prozent erreicht.

Die Grünen konnten stark zulegen. Laut Prognose liegen sie mit 19 Prozent auf Platz drei. 2014 hatten sie bei 11,7 Prozent der Stimmen erhalten.

Die AfD verbessert sich der Prognose zufolge auf 6 Prozent, nachdem sie 2014 mit 2,6 Prozent nur eine kleine Rolle gespielt hatte. Für die FDP stimmten laut Prognose 4,5 Prozent. Das entspricht ungefähr dem Ergebnis von 2014.

Die Linke liegt mit 4 Prozent etwas unter dem Ergebnis von 2014, als sie 4,7 Prozent erreicht hatte. Die Wahlbeteiligung lag mit 51,5 Prozent etwas über der Beteiligung von 2014 (50 Prozent).

18 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen
Seit heute Morgen konnten Bürgerinnen und Bürger in NRW wählen - jetzt schließen landesweit die Wahllokale. Das heißt aber auch: Jetzt werden die Stimmen ausgezählt!

17.45 Uhr: TV-Wahlarena für Dortmund - live ab 18 Uhr
Wer macht das Rennen ums Rathaus? Wie reagieren die Kandidaten auf das Ergebnis? Was bedeuten die Resultate für unsere Stadt? Erfahren Sie es in unserer Livesendung:


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17.35 Uhr: FDP-Kandidat in Detmold gestorben - Nachwahl nötig
Es steht bereits fest, dass in einem Detmolder Wahlbezirk neu gewählt werden muss. Grund dafür ist der Todesfall eines Direktkandidaten der FDP, wie das Westfalen-Blatt berichtet. Demnach muss ein Ersatzkandidat oder eine Ersatzkandidatin erst noch von der Partei benannt werden. Im betroffenen Wahlbezirk muss in Bezug auf den Stadtrat neu gewählt werden, bereits per Briefwahl abgegebenen Stimmen für den Stadtrat sind ungültig.


17.10 Uhr: Wahllokal wegen ungewöhnlichem Polizeieinsatz geschlossen
Ungewöhnlicher Großeinsatz der Polizei in Köln: Nachdem in einem Video-Telefonat einer Frau (25) mit ihreer Großmutter (76) ein Mann mit einer Waffe auftauchte, schickte die besorgte Seniorin die Beamten zur Wohnung der Enkelin. Dort kam am Sonntagnachmittag heraus, dass deren Freund (25) sich einen Scherz mit einer Softair-Pistole erlaubt hatte. Weil für die Zeit des Einsatzes der mutmaßliche Tatort weiträumig abgeriegelt wurde, musste auch ein Wahllokal in einer Schule im Stadtteil Höhenhaus kurzzeitig geschlossen werden.

16.32 Uhr: Wahlpanne in Lünen ist scheinbar gar keine
Entwarnung von der Stadt Lünen: Laut Stadtsprecher Benedikt Spangardt seien in allen Wahllokalen genügend Stimmzettel vorhanden, die Wahlhelfer vor Ort hätten sich in den beiden Fällen „verguckt“, sagt Spangardt. Mitarbeiter der Stadt hätten das vor Ort überprüft.

16.18 Uhr: Die nächste Wahlpanne in Lünen
In zwei Lüner Wahllokalen sind die Stimmzettel ausgegangen: Sowohl aus dem Bezirk 601 (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) als auch aus dem Bezirk 606 (Schule am Lüserbach) erreichten die Kollegen vor Ort Meldungen, dass die Wähler sich auf längere Wartezeiten einstellen müssen. Stadtsprecher Benedikt Spangardt erklärt, dass die entsprechenden Zettel nachgeliefert werden. Am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hieß es nach Angaben von Wählern, dass man sich bis zu einer Stunde gedulden müsse. Zur ersten Panne hat sich der Wahlleiter in Lünen bereits geäußert.

16.12 Uhr: Wer um 18 Uhr in einer Warteschlange steht, darf noch wählen
Um 18 Uhr schließen die Wahllokale - und mancherorts muss man einiges an Wartezeit mitbringen. Doch auch diejenigen, die kurz vor Schließung der Wahllokale noch ein Kreuz machen wollen, können das tun. Eine einheitliche Regelung wie mit den Wählern, die dann noch in der Schlange stehen, umgegangen werden soll, gibt es zwar nicht. Es muss aber niemand befürchten, dass er seine Stimme nicht mehr abgeben kann, wie der WDR berichtet: Wer um 18 Uhr in der Schlange steht, darf noch zur Urne.

Wer um 18 Uhr noch in einer Warteschlange vor dem Wahllokal steht, darf trotzdem noch seine Stimme abgeben.

Wer um 18 Uhr noch in einer Warteschlange vor dem Wahllokal steht, darf trotzdem noch seine Stimme abgeben. © dpa


16.01 Uhr: Frist für Briefwahl abgelaufen
Wer seine Stimme per Briefwahl abgeben wollte, hat dazu jetzt keine Möglichkeit mehr. Die Briefe mit den Wahlunterlagen mussten bis 16 Uhr im jeweiligen Rathaus abgegeben werden. Wer jetzt noch eine Stimme abgeben möchte, muss in das zuständige Wahllokal. Knapp zwei Stunden sind die noch geöffnet.


15.17 Uhr: Umfragen sehen die Grünen im Ruhrgebiet vor der SPD
Die NRW-Kommunalwahlen könnten laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) eine historische Verschiebung der Gewichte bringen. Die Grünen werden an Rhein und Ruhr offenbar so stark wie nie, Umfragen sehen sie landesweit erstmals vor der SPD. Zugleich nähert sich die CDU im größten Ballungsraum der Nation den Grünen stärker an denn je, mit Kandidaten neuen Typs.

14.29 Uhr: Wahlpanne in Lünen

In einem Wahllokal in Lünen haben 150 Wähler einen Stimmzettel zu wenig erhalten. Die Stadt entschuldigt sich für den Fehler - die Konsequenzen stehen aber wohl erst am Abend fest.

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14.19 Uhr: Zugangsbeschränkungen in den Wahlräumen - Warteschlangen
Die Warteschlangen vor einigen Wahllokalen hängen wohl auch mit den Zugangsbeschränkung in den Wahlräumen zum Corona-Schutz zusammen, erklärte der Dortmunder Stadtsprecher Maximilian Löchter. Das Hygienekonzept mit Maskenpflicht gehe bislang gut auf. „Die Menschen halten sich gut daran. Wir bedanken uns dafür und bitten um Geduld, wenn es mal länger dauert“, sagte Löchter. Bedenken muss man auch, dass der Wahlvorgang etwas länger dauert, weil man gleich vier Stimmzettel auszufüllen hat.

An der Petri-Grundschule im Dortmunder Klinikviertel mit gleich vier Stimmbezirken brauchen die Wählerinnen und Wähler Geduld.

An der Petri-Grundschule im Dortmunder Klinikviertel mit gleich vier Stimmbezirken brauchen die Wählerinnen und Wähler Geduld. © Oliver Volmerich


14.06 Uhr: Wahlbeteiligung in NRW gestiegen
Die Beteiligung an den Kommunalwahlen am Sonntag in Nordrhein-Westfalen ist bis mittags höher gewesen als bei den Europawahlen im vergangenen Jahr. Um 12.00 Uhr hatten 29,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf mitteilte. Bei der Europawahl waren es 28,6 Prozent.

13.59 Uhr: Wahlpanne in Castrop-Rauxel

Wie Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi der Redaktion am Sonntag mitteilte, ist es im Stimmbezirk 1.1 in Castrop-Rauxel in der Martin-Luther-King-Schule zu einer bösen Panne gekommen. 58 Wählern seien hier wohl irrtümlich beim Wahlvorgang keine Stimmzettel für die Ratswahl ausgehändigt worden. "Anhand der Wählerliste wird jetzt versucht, diese Wähler zu kontaktieren, um sie erneut ins Wahllokal zu bitten,"sagte Fulgenzi.

13.43 Uhr: Briefwahlunterlagen

Jetzt reicht die Zeit nicht mehr, um Briefunterlagen mit der Post zu schicken. Wer seinen roten Umschlag noch zu Hause hat, kann diesen noch heute bis 16 Uhr im Rathaus abgeben.

Reporter aus Dorsten berichten, dass noch immer rote Umschläge beim Pförtner im Rathaus abgegeben werden. Bis Freitag um 18 Uhr waren 15.249 Briefwahlanträge eingereicht worden.


13.30 Uhr: Wahlpanne in Duisburg
Am frühen Morgen hat es eine Panne an einem Wahllokal in einer Schule im Duisburger Buchholz gegeben, berichtet die Rheinische Post am Sonntag. Dort sollen die Wahlhelfer vor verschlossenen Türen gestanden haben, weil die städtische Tochterfirma Octeo Services vergessen habe, den Hausmeister zu informieren. Die Tür soll schließlich von einem Schlüsseldienst aufgebrochen worden sein, um die Wähler eine Stunde später als geplant hinein zu lassen.

13.08 Uhr: Erklärung der Wahlunterlagen vor Ort

Damit jeder weiß, welche Wahlzettel er ausfüllen muss - Wahl des Bürgermeisters, des Rates, der Bezirksvertretung, des Ruhrparlaments und gegebenenfalls des Integrationsrates - wird noch einmal alles vor dem Wahllokal erklärt.

Kommunalwahl in NRW – Hier kommt es noch zur Stichwahl um das höchste Amt

© Gaby Kolle


12.30 Uhr: Kleiner Eklat um WDR-Tweet
Ein Tweet des WDR-Verkehrsstudio hat in den Sozialen Netzwerken für Aufregung gesorgt. In dem Tweet ruft der WDR dazu auf, beim Gang zur Urne das Auto stehen zu lassen. Das wurde dem Sender als Wahlwerbung für die Grünen ausgelegt - und stieß somit bei vielen Menschen auf Empörung.

12.15 Uhr: Lange Schlangen vor den Wahllokalen

Die Beteiligung an der Wahl scheint groß zu werden. Die Briefwahlzahlen haben alle Rekorde gebrochen, aber auch vor den Wahllokalen bildeten sich bereits am Vormittag lange Schlangen, etwa in Bochum, Castrop-Rauxel und Dortmund.

Lange Schlangen an der Grundschule am Busch in Castrop-Rauxel.

Lange Schlangen an der Grundschule am Busch in Castrop-Rauxel. © Nora Varga


11.51 Uhr: Wählen gehen!


11.43 Uhr: Kommunalwahl im Münsterland
Die Wahlkämpfe sind vorbei, jetzt fallen die Entscheidungen am heutigen Sonntag: In Ahaus, Stadtlohn, Vreden, Heek, Südlohn und Legden werden neue Bürgermeister und Stadträte gewählt. Hier sind Sie live dabei.

11.18 Uhr: Klopp-Doppelgänger kandidiert in Dortmund
Will Jürgen Klopp etwa in den Rat? Wer in den Tagen und Wochen vor der Wahl durchs Kreuzviertel in Dortmund gefahren ist, musste sich die Augen reiben. Der Grund ist das Wahlplakat eines CDU-Mannes namens Markus Bartel, der glatt als Doppelgänger von Jürgen Klopp durchgehen könnte. Der will nicht nur in den Rat der Stadt, sondern noch weiter. Also Bartel, nicht Klopp.

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10.47 Uhr: Kommunalwahl im Ruhrgebiet

Bis in den Abend werden Sie mit allen aktuellen Informationen rund um die Kommunalwahlen im Ruhrgebiet informiert: Aus den Städten Dortmund, Castrop-Rauxel, Schwerte und Werne und auch in Selm, Olfen und Nordkirchen und dem gesamten Kreis Unna tickern wir im Liveblog.

9.46 Uhr: Briefwahl bricht alle Rekorde

Die Zahl der Briefwahlanträge für die Kommunalwahlen an diesem Sonntag in Nordrhein-Westfalen bricht alle Rekorde: Bis zu einem Drittel der Wahlberechtigten hat in zahlreichen Städten schon vorab per Brief die Stimmen abgegeben - mehr als bei allen vergangenen Wahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.


9.12 Uhr: Kommunalwahl in Dorsten und Haltern

Bis in den Abend erhalten Sie alle aktuellen Informationen rund um die Kommunalwahl in Dorsten und Haltern im Liveblog aus den Städten vor Ort bis zur letzten Entscheidung.


8.21 Uhr: In diesen Städten wird es spannend
Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen stimmen am Sonntag darüber ab, wer in den nächsten fünf Jahren die Geschicke in ihren Kommunen bestimmen soll. In vielen Regionen in NRW ist völlig unklar, wer bei der Kommunalwahl vorne liegt. Hier ist ein Überblick, wo es wahrscheinlich knapp wird:

8.00 Uhr: Die Wahllokale zur Kommunalwahl sind geöffnet
Rund 14 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über Bürger- und Oberbürgermeister, Landräte sowie die Räte der kommunalen Parlamente abzustimmen.

7.47 Uhr: Kommunalwahl in Selm, Olfen und Nordkirchen

Alle Informationen zur Wahl in Selm, Olfen und Nordkirchen erhalten Sie im Liveticker aus den Städten vor Ort.

7.26 Uhr: Kommunalwahl in Lünen

Wer wird der neue Bürgermeister in Lünen? Wer zieht in den Stadtrat ein und wie hoch ist die Wahlbeteiligung. Alle Infos zur Wahl aus Lünen gibt es hier im Ticker.

5.30 Uhr: Neue Regeln wegen der Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie gibt es bei dieser Wahl zahlreiche Schutzvorkehrungen. In allen Wahllokalen gilt die Maskenpflicht und die Abstandsregel (1,5 Meter). Tische, Wahlkabinen und Urnen sind mit großem Abstand aufgebaut. Wähler müssen ihren eigenen Stift mitbringen.

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Die CDU gewinnt die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen mit deutlichem Vorsprung. In einigen NRW-Städten entscheiden erst Stichwahlen über neue Bürgermeister oder Oberbürgermeister.

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