Kontinuität und Wandel

Romy Schmidt wird Leiterin des Prinz Regent Theaters

Die 34-jährige Regisseurin Romy Schmidt zur neuen Leiterin des Prinz Regent Theaters ernannt worden. Ab der Saison 2015/16 wird sie die Nachfolge von Sibylle Broll-Pape antreten, die das Haus über zwei Jahrzehnte aufgebaut und geleitet hat.

BOCHUM

, 05.06.2014, 13:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frank Goosen (l.) und Claus Dürscheidt präsentierten Romy Schmidt als neue Leiterin des Prinz Regent Theaters.

Frank Goosen (l.) und Claus Dürscheidt präsentierten Romy Schmidt als neue Leiterin des Prinz Regent Theaters.

Romy Schmidt war in den vergangenen die Jahren die einzige Regisseurin, die neben Sibylle Broll-Pape selbst kontinuierlich am Prinz Regent Theater inszenierte. Sie lernten sich am Staatstheater Darmstadt kennen, wo beide zeitweise engagiert waren. In Bochum entwickelte sich Schmidts „Iphigenie“ zum Dauerbrenner, die Vorstellungen ihrer grandiosen „Tschick“-Inszenierung waren bisher ausnahmslos ausverkauft. Laut Frank Goosen war ein Argument für Romy Schmidt auch ihr Studium des Kommunikations- und Medienmanagements in Stuttgart. So könne sie die geschäftsführende Seite gut ausfüllen.

Die 34-jährige Regisseurin erklärte, das Haus fantasievoll, mit Spaß und Vehemenz leiten zu wollen. „Ich will hinterfragen, es bedeutet, in dieser Gesellschaft Mensch und Künstler zu sein.“ Sie will neue Publikumsschichten erschließen („Ich denke, dass ich nah an jungen Menschen bin“) und das Haus gegenüber der Stadt „weiter öffnen“: „Ich plane eine Kooperation mit Hochschulen, Schulen und Künstlern aus der Stadt und der Region“, sagte Romy Schmidt und kündigte eine monatliche Late-Night-Veranstaltung an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft an. Sibylle Broll-Pape zeigte sich am Ende doch noch und bekannte: „Das ist eine in jeder Hinsicht ausgesprochen gute Wahl.“ Gerne würde sie dem Haus als Gastregisseurin verbunden bleiben.

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