Koriath, Kennedy und Hübl erklären ihren Rücktritt

FDP-Stadtverband

Drei FDP-Mitglieder kamen am Donnerstagabend nur zur Jahreshauptversammlung des Stadtverbands, um ihren Austritt zu erklären: Volker Koriath, Udo Hübl und Lareine Kennedy nutzten die Gelegenheit, um der Partei mit einem Paukenschlag den Rücken zu kehren.

WITTEN

von Von Susanne Linka

, 25.02.2012, 06:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Koriath, Hübl und Kennedy waren alle Mitglieder des 2010 abgelösten Vorstands und hatten bereits im letzten November in einem offenen Brief Kritik am Stadtverbandsvorsitzenden Frank-Steffen Fröhlich geübt. Zwar sei der damals unter anderem angeprangerte Internet-Auftritt der Partei inzwischen wieder auf Vordermann gebracht. „Die FDP in Witten ist nach außen hin aber nicht mehr existent“, erneuerte Koriath gestern seine Kritik. Fröhlich habe es nicht geschafft, in die Fußstapfen zu treten, die der frühere Vorsitzende Wolfgang Lippert hinterlassen habe. Obwohl er sich weiter als Liberaler fühle und der Bundespartei verbunden sei, so Koriath, habe er sich zum Austritt entschlossen.

Ratsmitglied Udo Hübl hingegen zweifelt gleichzeitig am Kurs der Bundespartei: „Das ist doch nur noch ein Siechtum.“ Vom Hörsaal in den Plenarsaal, das sei mittlerweile ihre Devise, spielte er auf die jungen Männer in den vordersten Reihe der FDP an. Auch er vermisst in Witten viele Aktivitäten. „Früher gab es Ausflüge nach Berlin und Brüssel, interessante Referate und Diskussionen. Jetzt nichts mehr.“ „Steffen Fröhlich hat in den letzten beiden Jahren einen tollen Job gemacht“, findet dagegen Regine Sewing, FDP-Fraktionsvorsitzende im Rat. Mit einst fast 80 Mitgliedern habe die Wittener Partei früher natürlich auch mehr Angebote machen können, bedauert auch sie. Das sei heute mit 50 so nicht mehr drin.

Dem Stadtverbandsvorstand, dem auch sie angehört, gehe es heute um die Sache, „und nicht um Personen.“ Ganz bewusst habe er nach den alten Querelen Ruhe einkehren lassen wollen. Um die jetzt ausgetretenen Mitglieder habe sich der Vorstand sehr bemüht, doch sie hätten darauf nicht reagiert: „Sie haben uns seit zwei Jahren nur das Leben schwer gemacht.“ Dennoch, so Sewing, gefalle dem Vorstand die aktuelle Entwicklung natürlich überhaupt nicht.“