Kosmopolen: Fünf Jahre, zwei Sprachen, eine Kultur

Deutsch-polnischer Austausch

Seit fünf Jahren setzen sich die Kosmopolen dafür ein, polnische Künstler und ihre Werke in Deutschland zu etablieren. Mit Erfolg. Dieser wurde nun bei einem ausgiebigen Festival im Stanzwerk gefeiert. „Ich bin überwältigt“, so beginnt Emanuela Danielewicz, Leiterin der Kosmopolen, ihre Rede angesichts der vielen Besucher.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 18.11.2013 / Lesedauer: 2 min
Kosmopolen: Fünf Jahre, zwei Sprachen, eine Kultur

Kasia Bortnik sang Eigenes auf melancholische und bewegende Art und Weise.

Nur hat dieser Abend zu den anderen einen Unterschied: Gespielt wird polnische Musik, und auch die Lesungen und Gemälde sind von polnischen Künstlern. Den Unterschied will Danielewicz aber gar nicht so klar fassen: „Es gibt im Grunde keine deutsche oder polnische Kultur. Der einzige Unterschied ist die Sprache.“ Schließlich seien wir alle Kosmopolen, also Weltbürger.Den Beginn des Festivals gestaltet Jazzsängerin Kasia Bortnik, die von Johann May an der Gitarre und Lars Kuklinski an der Trompete begleitet wird. Während einer Dreiviertelstunde zaubert sie mit himmlisch klaren Klängen ein wenig Melancholie auf die Bühne. Aber auch fröhlichere Lieder wie „Who knows“ gehören zu ihrem Repertoire.

Folgen werden Lesungen, beispielsweise die von Dariusz Muszer und Artur Becker, teils auch auf polnisch (mit Joanna Stanecka und Marek Zeranski). Den Abschluss macht schließlich Robert Kusiolek am Akkordeon. Aber auch nach den fünf Jahren Kosmopolen soll es weitergehen, wie Emanuela Danielewicz beschreibt: „Auf jeden Fall werden wir weiterhin in Bochum bleiben. Auch wenn man uns schon abwerben wollte.“ Projektvorschläge gebe es genug: Sei es im März ein geplantes Konzert mit Vitold Rek oder die Hoffnung auf die große Bühne bei „Ruhr International“.