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Kosten-Schock: Planungen für das ehemalige Hallenbad Holzen unklar

Eintracht-Grundschule

Holzen hat ein Geister-Schwimmbad: Das Lehrschwimmbecken an der Eintracht-Grundschule ist seit fünf Jahren außer Betrieb. Immer wieder gab es Diskussionen über einen Umbau. Nun hat die Stadtverwaltung alle Beteiligten mit einer neuen Kostenkalkulation geschockt - viermal so hoch wie bisher. Das sind die Hintergründe.

HOLZEN

, 25.11.2015 / Lesedauer: 3 min
Kosten-Schock: Planungen für das ehemalige Hallenbad Holzen unklar

So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.

Wie sieht es gerade in dem Schwimmbad aus?

Ein Blick in den Keller der Grundschule zeigt ein skurriles Bild. Ein mit Plane abgedecktes Schwimmbecken, Staub und Spinnweben in den Ecken, die Decke teilweise aufgerissen. Die Uhr an der Wand funktioniert noch, der Kalender im Schwimmmeister-Raum ist seit dem 13. Juli 2010 nicht mehr bewegt worden. Noch verrückter wird es einen Raum weiter: Fast neue Duschen, Umkleideräume, die sofort nutzbar wären – aber leer bleiben. 

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Das ist der aktuelle Zustand des Hallenbads Holzen

Seit fünf Jahren ist das Schwimmbad im Keller der Eintracht-Grundschule in Holzen geschlossen. Getan hat sich so gut wie nichts. Nun teilt die Stadt mit, dass die Kosten für eine neue Nutzung viermal so hoch sind wie ursprünglich vorgesehen. Die Zukunft ist ungewiss.
25.11.2015
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So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
So sieht es im November 2015 im Holzener Hallenbad aus.© Foto: Felix Guth
Schlagworte Holzen

Was hat es mit der neuen Kostenkalkulation auf sich?

Bei einem Termin Anfang Oktober stellte das Liegenschaftsamt eine Kalkulation für die Sanierung vor, die Schulleitung, Vereine und Lokalpolitiker geschockt hat. 220.000 Euro war einmal der Rahmen für die Wiederherstellung der Räume. Rund 800.000 sind es bei genauerem Hinsehen.

Die neue Summe ist laut Stadtsprecher Frank Bußmann Ergebnis einer Kostenschätzung, die immer detaillierter sei als der allgemeine Rahmen, der im Vorfeld angesetzt wird. Im Falle des Hallenbads bedeutet das laut Bußmann: Der Preis ist gestiegen, weil sich gezeigt hat, dass alle Versorgungsleitungen, die Regelungstechnik und der Brandschutz erneuert werden müssen.

Wie reagieren Lokalpolitik und die anderen Beteiligten?

In der Bezirksvertretung Hörde war am Dienstag von „der Vernichtung städtischen Anlagevermögens“ die Rede. Aus Sicht von Stadtsprecher Frank Bußmann ist dies nicht nachvollziehbar. „Eine weitere Nutzung ist nach wie vor das Ziel“, sagt er.

Schon seit mehreren Jahren kritisieren die Bezirksvertreter intransparente Rechnungen der Stadt und unklare Aussagen zur Zukunft des Bades. Und auch bei der Leitung der Eintracht-Grundschule und dem TuS Holzen-Sommerberg ist nach mittlerweile fünf Jahren Diskussion eine gewisse Ratlosigkeit eingetreten. „Wir waren uns 2013 ja schon einig, dass für einen Multifunktionsraum Bedarf besteht. Danach haben wir dann nichts mehr gehört“, sagt Dorothea Dötsch, Vorsitzende des TuS.

Wie geht es jetzt weiter?

Ein Termin am Freitag (27. 11.) soll Klarheit bringen. Städtische Ämter, Schulleitung und der TuS Holzen-Sommerberg als benachbarter Verein kommen wieder einmal zusammen. Wieder einmal unter neuen Bedingungen.

Eine Berichterstattung in der Bezirksvertretung durch die Verwaltung  am Dienstag half nur bedingt weiter. Denn auf die entscheidende Frage, wie sich die Vervierfachung der Kosten genau erklärt, konnte ein Vertreter des Liegenschaftsamtes nur allgemein antworten. Die Details weiß die Städtische Immobilienwirtschaft – die aber trotz Einladung nicht die Notwendigkeit sah, in der Bezirksvertretung vorzusprechen. „Das war aber keine Verweigerung. Es war anhand des Textes der Einladung nicht ersichtlich, dass Details zu den Kosten gefragt sein werden“, sagt Frank Bußmann. 

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