"Kraftklub" spielten Radiokonzert in Lütgendortmund

Dampfendes Piano

Das Wort Piano steht in der Musik entweder für ein Tasteninstrument oder für die Lautstärkeangabe „leise“. Im Lütgendortmunder Piano spielte am Freitagabend aber weder ein Klaviervirtuose noch war der Auftritt von Kraftklub besonders geräuscharm.

LÜTGENDORTMUND

von Von Bastian Pietsch

, 14.05.2012, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die deutsche Newcomer-Band sorgte für mächtig Dampf in der Hütte.

Die deutsche Newcomer-Band sorgte für mächtig Dampf in der Hütte.

 

Denn als die fünf Chemnitzer – die Band  selbst sagt: „wir sind aus Karl-Marx-Stadt“ – um halb zehn die Bühne erklimmen, sorgen sie bei ihrem Publikum sofort für völlige Ekstase. Einmal dem Indie-Punk verfallen, gibt es für die rund 300 Gäste nur noch ihre „Band aus dem Radio“.  

Das Konzert im Musiktheater war Teil der „Eine[n] Nacht in Dortmund“ des Radiosenders 1live (wir berichteten). Damit gehörte es zu einer ganzen Reihe von Konzerten, unter anderem von „Gossip“, „The Hives“ und „Silbermond“, die teilweise im Radio übertragen wurden. Doch eigentlich war dieser Umstand eher nebensächlich. In erster Linie spielten Kraftklub ein intensives Konzert vor kleinem Publikum in einer außergewöhnlichen Lokalität.Kraftklub verbinden in ihrer Musik Rock und Sprechgesang zu einer energiegeladenen Einheit. Dazu kommt noch die alles überstrahlenden Bühnenpräsenz vor allem des Sängers Felix Kummer. Der ließ sich sogar zum Stagediving hinreißen – im Piano dann doch eher eine Seltenheit – und feierte zeitweise im Publikum mit.

Die Songauswahl der fünf Hosenträger tragenden Rockstars war durchaus gelungen. Wie es sich für ein Radiokonzert gehört, spielten sie natürlich ihre großen Hits „Songs für Liam“, „Ich will nicht nach Berlin“ und „Eure Mädchen“ vom Album „Mit K“. Aber auch das weniger bekannten Kurzalbum „Adonis Maximus“ fand eine angemessene Würdigung. Eigentlich gibt es nichts, was Kraftklub falsch gemacht hätten: Zusammen sangen, tanzten, sprangen und schwitzten sie mit ihrem Publikum durch die Nacht. Immer wieder versorgten sie die ersten Reihen im deutlich aufgeheizten Piano mit Wasser von oben. Vor allem boten sie aber eine wirkliche Party. Im Lied „Melancholie“ heißt es „glückliche Menschen sind nicht interessant“. In dieser Auslegung muss das Publikum der Chemnitzer wohl eine ziemlich langweilige Truppe gewesen sein.  

Das Konzert im Musiktheater war Teil der "Eine[n] Nacht in Dortmund" des Radiosenders 1live. Damit gehörte es zu einer ganzen Reihe von Konzerten, unter anderem von "Gossip", "The Hives" und "Silbermond", die teilweise im Radio übertragen wurden. Doch eigentlich war dieser Umstand eher nebensächlich. In erster Linie spielten Kraftklub ein intensives Konzert vor kleinem Publikum in einer außergewöhnlichen Lokalität.

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