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Kraftwerk wird abgerissen: keine Randale mehr

Glückstraße

Immer wieder wurde in das stillgelegte Kraftwerk an der Glückstraße eingebrochen und es wurden Brände gelegt. Damit ist jetzt Schluss: das Werk soll abgerissen werden. Bis zu diesem Entschluss war es ein langer Weg.

DERNE

von Von Marcus Friedrich

, 15.02.2012
Kraftwerk wird abgerissen: keine Randale mehr

Oft war das ehemalige Elektrizitätskraftwerk an der Glückstraße von Verwüstungen und Einbrüchen betroffen, jetzt wird es abgerissen. Ein Bagger reißt Leitungen und Dämmaterial aus den Wänden.

Das Stromkraftwerk an der Glückstraße wurde schon vor vielen Jahren als aktiver Standort aufgegeben. Als noch Steinkohle an der Zeche Gneisenau gefördert wurde, gewann man in dem Kraftwerk Strom aus dem „schwarzen Gold“.

In den letzten Jahren machte das baufällige Kraftwerk nur dadurch auf sich aufmerksam, dass Jugendliche sich dort unbefugt Zutritt verschafften. In dem ehemaligen Elektrizitätskraftwerk wurde immer wieder eingebrochen und Teile des Gebäudekomplexes durch Zündeln in Brand gesetzt. Anwohner beschwerten sich oft über Verwüstungen und Lärm auf dem Gelände. Aufgrund dieser „gefahrdrohenden Vorkommnisse“, wie sie Thomas Kampmann, Pressesprecher bei der Stadt Dortmund erläutert, reichten schon einige Bürger Klage ein.

Nach einigen Reparaturarbeiten hat sich der gewerbliche Eigentümer aus Witten nun entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen und das ungenutzte Kraftwerk abreißen zu lassen. Soweit so gut: Doch der geplante Abriss brachte einige Probleme mit sich, konnte nur unter strengen Auflagen der Unteren Umweltschutzbehörde und der Bezirksregierung Arnsberg fortgeführt werden konnte.  Bei der Prüfung des Kraftwerks durch die Untere Umweltschutzbehörde Hagen wurden zwar keine Umweltmängel festgestellt, jedoch gab es Probleme, die sich auf die Sicherheitsaspekte beim Abriss des Gebäudes beziehen. 

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Der Abriss des stillgelegten Kraftwerkes

Das Kohlekraftwerk war in letzter Zeit häufig ein Ort für Randale. Jetzt soll es endlich abgerissen werden. Nur die Witterungsbedingungen verhindern noch den Baustart.
15.02.2012
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Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper
Das alte Kohlekraftwerk in Derne an der Glückstraße steht kurz vor dem Abriss. Früher gehörte es zum Bergwerk Geneisenau.© Oliver Schaper

Horst Stüwe, Anlagenüberwacher der Unteren Umweltschutzbehörde, fehlte ein passendes Sicherheitskonzept, dass für jeden Gebäudeabriss unerlässlich ist: „Ein Abrisskonzept lag nicht in Gänze vor. Zuständigkeiten, die die Sicherheit der Arbeiter gewähren, waren teils nicht ersichtlich“, erklärt er. Diese Feststellungen gab er an die Bezirksregierung Arnsberg weiter, die den Standort einer genaueren Prüfung unterziehen sollte.

 „Es gab Mängel bei der Absturzsicherung und es fehlte ein schriftlicher Nachweis zu den vielen Gas- und Versorgungsleitungen, die in dem ehemaligen Kraftwerk vorhanden sind“, erklärt Christian Chmel, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg. Nach einer Woche waren alle Mängel behoben, so dass das Bauordnungsamt die Abrissgenehmigung erteilen konnte. Nun behindert nur noch das schlechte Wetter den Abriss des Stromkraftwerks, dass einst schwarzes Gold in Strom umwandelte.