Krankenbesuche unter strengen Auflagen - Die großen Freibäder bleiben zu

rnFreibäder und Krankenhäuser

Ab Mittwoch, 20. Mai, dürfen - unter Einhaltung strenger Regeln - wieder Besucher in die Krankenhäuser der Region. Viele Freibäder bleiben dagegen teilweise weiterhin noch länger geschlossen.

Borken/Bocholt/Gronau

, 19.05.2020, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das St.-Marienhospital in Borken lockert ab Mittwoch, 20. Mai, sein Besuchsverbot. Auf Basis der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung) des Landes NRW dürfen Patienten ab dem 20. Mai im Klinikum Westmünsterland pro Tag einen Besucher empfangen. Die Besuchszeit in der Klinik ist auf maximal 30 Minuten beschränkt.

Besuche sind nur durch vom Patienten zuvor namentlich benannte Personen möglich. Die weiteren Regeln, die für einen Besuch im Borkener Krankenhaus gelten, sind im Internet veröffentlicht.

Das Aquarius-Bad in Borken öffnet erst im Herbst wieder. Die Zwangspause werde für Sanierungsarbeiten genutzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar gebe es die vom Land NRW beschlossene Lockerung, dass Hallenbäder ab dem 30. Mai unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen dürfen. Nach reiflicher Überlegungen kamen die Stadtwerke jedoch zu dem Schluss, diese Möglichkeit nicht in Betracht zu ziehen.

Statt der Badegäste halten nun die Handwerker Einzug ins Aquarius. „Wir sanieren die in die Jahre gekommene Lüftungsanlage, die für die Hygiene von maßgeblicher Bedeutung und somit gerade in den Zeiten von Corona wesentlich ist“, erklärt Ron Keßeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken, der Betreiberin des Freizeitbades.

Umbaumaßnahmen bis Ende September im Aquarius

Voraussichtlich Ende September werden die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein: „Wir möchten all unseren Gästen zu den Herbstferien wieder uneingeschränkten Badespaß bieten können“, hofft Keßeler darauf, dass sich die Corona-Krise weiter entspannt, denn unter den jetzigen Bedingungen hätte man zeitgleich lediglich 150 Gäste im Aquarius begrüßen dürfen.

Voraussichtlich im Laufe des Junis werden die Stadtwerke die Schwimmhalle in Weseke wieder öffnen und dann erweiterte Öffnungszeiten für den öffentlichen Badebetrieb anbieten.

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Das Bahia in Bocholt wird voraussichtlich erst zu Beginn der Sommerferien am 29. Juni öffnen. Dies teilt die Bocholter Bäder GmbH mit, die den Bäderbetrieb wegen der Corona-Pandemie am 15. März eingestellt hatte. „Wir nehmen die Verantwortung zum Schutz der Besucher und Mitarbeiter sehr ernst. Somit ist eine ausreichende Vorbereitungszeit unerlässlich. Eine Wiedereröffnung kann somit voraussichtlich zum 29.06.2020 realisiert werden“, heißt es vom Bahia im Internet.

Für das gleichfalls geschlossene Fildekenbad gibt es noch keinen Termin zur Wiedereröffnung. Es dient in erster Linie dem Schul- und Vereinsschwimmen.

Wieder planbare Eingriffe im Krankenhaus

Im St.-Agnes-Hospital in Bocholt sollen wieder planbare Eingriffe durchgeführt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikverbundes Westmünsterland. Patienten müssen vor einer geplanten Operation ein Symptomtagebuch führen und sich einem Screeningverfahren unterziehen. Dazu müssen sie zwei Wochen vor einem stationären, sieben Tage vor einem ambulanten Eingriff ein Tagebuch führen. Darin müssen täglich Körpertemperatur und mögliche Symptome festgehalten werden. Bei Auffälligkeiten müssen sich Patienten direkt im Sekretariat der behandelnden Fachabteilung melden.

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Für Patientenbesuche gelten im Agnes-Hospital wegen der Corona-Pandemie weitere verschärfte Besuchsregeln, die jetzt aber neu gefasst wurden. Pro Tag und Patient ist nun ein Besucher erlaubt, wobei die Besuchszeit auf maximal 30 Minuten beschränkt ist. Nur Personen, die vom Patienten zuvor namentlich benannt wurden, dürfen diesen besuchen. Die Besuchszeit im St.-Agnes-Hospital ist auf 12 bis 18.30 Uhr festgelegt worden.

Der Betrieb im Parkfreibad und im Bültenbad in Gronau und Epe wird noch nicht ab dem 20. Mai wieder anlaufen. Hintergrund der Verzögerung ist, dass die konkreten Hygienebestimmungen, unter denen die Bäder ihren Betrieb aufnehmen dürfen, noch nicht vorliegen. Die müssen aber zwingend umgesetzt sein, bevor die ersten Badegäste im Parkfreibad und Bültenbad ihre Bahnen ziehen können. „Wir brauchen da einfach Rechtssicherheit“, so der Pressesprecher der Stadtwerke Gronau, Stefan Busch. Und: „Und wir möchten auch so schnell wie möglich an den Start“.

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