Kreativwirtschaft schenkte der Stadt Bochum eine Internetseite

Schick zur Kulturhauptstadt

BOCHUM Wegen der fehlenden finanziellen Mittel machte der Internetauftritt des Bochumer Kulturhauptstadt-Programms lange Zeit nichts her. Nun ist die Kreativwirtschaft in die Bresche gesprungen, um die Website auf Hochglanz zu polieren - und das ganz unentgeltlich.

von Von Max Florian Kühlem

, 02.03.2010, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Endlich schön: Die Internetseite der Stadt Bochum zum Kulturhauptstadt-Programm.

Endlich schön: Die Internetseite der Stadt Bochum zum Kulturhauptstadt-Programm.

Die Stadt Bochum hat das Raunen in der kreativen Szene, in Blogs und auch in unserer Zeitung vernommen, das die Internetseite zum städtischen Kulturhaupstadt-Programm als ästhetisch nicht gelungen kritisierte. Ab sofort sieht die Seite gut aus."Maximal lernfähig" "Wir sind doch maximal lernfähig ohne behördentypische Abwehrreflexe gegen konstruktive Vorschläge", verkündete Kulturdezernent Michael Townsend in der Internet-Community Facebook. Ja, Michael Townsend ist Facebook-Mitglied. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt: "Ich sehe große Chancen im Bereich der neuen Medien", sagt er. Ein iPad, das neuste Spielzeug des Computerherstellers Apple, hat er schon vorbestellt.

Riesig gefreut hat sich der Kulturdezernent über die Reaktion auf die Kritik an der 2010-Webseite: Bei einem Gespräch mit Bochum Marketing und Vertretern der Bochumer Kreativwirtschaft fanden sich schnell Partner, die dem Internetauftritt auf die Beine helfen wollten.

Das Wichtigste dabei in Zeiten der Haushaltssperre: Sie taten es umsonst, als Geschenk an "ihre" Stadt. Für das verbesserte Design der Seiten zeichnet die Agentur COMKOM verantwortlich. Schlicht und übersichtlich sind sie geworden, leicht wird der Nutzer zu aktuellen Informationen rund um das Bochumer Kulturhauptstadt-Programm geleitet, das auf einmal doch reichhaltig wirkt.

Aktuelle Informationen Unter den Unterstützern der neu gestalteten Internetseite finden sich auch die Blogger "Pottblog" und "50hz", die die Mängel als Erste kritisiert hatten. Zudem kümmern sich die Musikpromoter von Radar um den Bereich "social media", sie versorgen also Plattformen wie Facebook oder Twitter mit aktuellen Informationen über Bochum 2010.