Kreis Borken warnt vor Ausbreitung und Einschleppung der Geflügelpest

Ausbruch in Niederlanden

Der Kreis Borken warnt vor der Einschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel. In einem Hühnerbestand in der nahen niederländischen Provinz Gelderland ist die Krankheit ausgebrochen.

Kreis Borken

04.11.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rickelsbüller Koog: Eine tote Nonnengans liegt hinter einem Deich. In der Gemeinde im Kreis Nord-Friesland waren zuletzt rund 1000 verendete Wildvögel entdeckt worden. Angesichts der Vielzahl der Tiere sei es naheliegend, dass viele dieser Tiere Opfer der Geflügelpest geworden seien.

Rickelsbüller Koog: Eine tote Nonnengans liegt hinter einem Deich. In der Gemeinde im Kreis Nord-Friesland waren zuletzt rund 1000 verendete Wildvögel entdeckt worden. Angesichts der Vielzahl der Tiere sei es naheliegend, dass viele dieser Tiere Opfer der Geflügelpest geworden seien. © Frank Molter/dpa

Die Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist auf dem Vormarsch. Darauf weist der Kreis Borken in einer Mitteilung hin. Demnach hat es in der niederländischen Provinz Gelderland in einem Hühnerbetrieb nahe Nijmegen (ca. 60 Kilometer vom Kreis Borken entfernt) einen Ausbruch des hochpathogenen Influenza-A Subtyps H5N8 gegeben.

Zudem sei bei mehreren verendeten Wildvögeln an der Nord- und Ostseeküste die Geflügelpest festgestellt worden. Das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesinstitut für Tiergesundheit, stuft daher das Risiko eines Eintrags des Virus in Nutzgeflügelhaltungen als hoch ein. Daher warnt der Kreis Borken vor der Einschleppung durch Wildvögel in hiesige Geflügelbestände. Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.

Tote oder kranke Wildvögel sollen dem Kreis gemeldet werden

Es werde dringend angeraten, die Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel zu intensivieren, heißt es in einer Mitteilung des Friedrich-Löffler-Instituts. Gehäufte Funde toter Wildvögel seien folglich dem Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken zu melden, Tel. (02861) 6813801.

„Die Früherkennung der Geflügelpest und die Einhaltung der ‚Biosicherheitsmaßnahmen‘ in geflügelhaltenden Betrieben sind von entscheidender Bedeutung, um die Einschleppung und Verbreitung der Seuche zu verhindern“, betont Kreisveterinär Dr. Manfred Ulrich. Deswegen seien Geflügelhalter, aber auch alle Bürger aufgerufen, Auffälligkeiten bei nun eintreffenden Zugvögeln zu melden.

Empfohlen werden:

  • Schutz des Geflügelbestands vor dem Kontakt mit Wildvögeln
  • Betreten des Stalls/Auslaufs nur in betriebseigener Schutzkleidung mit stallspezifischen Schuhwerk
  • Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife vor und nach Betreten des Stalls/Auslaufs
  • Füttern des Geflügels im Stall und Tränken mit Leitungswasser (nicht mit Regenwasser oder anderem Oberflächenwasser)
  • Futter, Einstreu und weitere Gegenstände, die mit dem Geflügel in Berührung kommen, müssen für Wildtiere unzugänglich aufbewahrt werden. Besonders Halter, die ihr Geflügel draußen in Ausläufen halten, sind zu verantwortungsvollem Handeln und dem Einhalten der Maßnahmen aufgerufen.
  • Wichtig sei es insbesondere, unklare Krankheits- und Todesfälle im eigenen Geflügelbestand beim Veterinäramt zu melden, damit die Tiere schnellstmöglich untersucht werden können.
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