Kreislaufprobleme bei Hitze: Was gegen Schwindel, Kopfschmerzen und Co. wirklich hilft

Hitze Sommer

Extreme Hitze macht dem Körper schwer zu schaffen – und kann die Gesundheit gefährden. Viele Menschen haben mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, verspüren Kopfschmerzen bis hin zu Schwindel und Übelkeit.

11.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Mittagssonne gilt es bei starker Hitze zu vermeiden.

Die Mittagssonne gilt es bei starker Hitze zu vermeiden. © picture alliance/dpa

Ob jung oder alt, krank oder gesund: Niemand sollte die Hitze im Hochsommer unterschätzen. Denn bei heißen Temperaturen entstehen oft Kreislaufprobleme. Besonders gefährdet sind chronisch Kranke und ältere Menschen, doch die Beschwerden kann bei extremer Hitze jeden treffen. Die Wärmebelastung kann an Tagen mit extremer Hitze die Gesundheit gefährden. „Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung verschiedener Krankheiten, Hitzekrämpfe sowie Sonnenstich und Hitzschlag können die Folge sein“, betont der Deutsche Wetterdienst (DWD). Kreislaufbeschwerden seien ein ernstzunehmendes Warnzeichen des Körpers – er signalisiert damit, dass die Hitze ihm zu schaffen macht.

Was sind die Anzeichen von Kreislaufproblemen?

Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel gehören zu den üblichen Anzeichen. Jedoch äußern sich Kreislaufprobleme auch durch einen gesunkenen Blutdruck. Betroffene leiden zudem auch an Müdigkeiten und haben mitunter Ohnmachtsanfälle.

Wie kann ich mich vor Kreislaufproblemen bei Hitze schützen?

Wichtig ist es, sich schon vorbeugend vor der Wärmebelastung zu schützen. Daher gilt: Die Mittagshitze im Freien am besten vermeiden und Aktivitäten auf die Morgen- und Abendstunden beschränken. „Vermeiden Sie körperliche Belastungen, auch Sport. Falls Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks“, rät der DWD. Wer sich im Freien aufhält, solle sich nach Möglichkeit einen Platz im Schatten suchen, sowie Sonnenhut und -brille tragen und sich mit einem Sonnenschutzmittel eincremen.

Wie viel sollte ich bei Hitze trinken?

„Sie müssen Ihrem Körper ausreichend Flüssigkeit zuführen und gleichzeitig den Elektrolytverlust ausgleichen“, betont der DWD. Neben natriumhaltigem Mineralwasser, Säfte und Suppen eignen sich hierfür auch wassereiche Früchte wie Melonen, Gurken und Erdbeeren. An Tagen mit extremen Temperaturen sollte man außerdem besonders viel Wasser trinken. Zusätzlich zu den empfohlenen zwei bis drei Litern empfiehlt der DWD bei Hitze weitere anderthalb bis zwei Liter.

Jedoch ist nicht jedes Getränk dafür geeignet: Alkoholische, koffeinhaltige und stark zuckerhaltige Getränke können den Körper austrocknen und sollten vermieden werden. Und auch wenn der Körper förmlich danach schreit, sollte man sehr kalte Getränke lieber links liegen lassen. Denn sie belasten den Magen. Das gilt ebenso für schwere Mahlzeiten – daher werden eher kleinere, leichte Mahlzeiten verteilt auf den Tag empfohlen.

Wie kann ich mich bei Kreislaufproblemen richtig abkühlen?

Wer Kreislaufprobleme bei Hitze verspürt, braucht dringend eine Abkühlung. „Legen Sie eine feuchtkühle Kompresse auf Stirn oder Nacken, eine gekühlte Gelmaske auf die Augen oder verwenden sie einen Wassersprüher für Gesicht, Arme und Dekollté“, rät der DWD. Außerdem wird empfohlen, die Wohnung möglichst kühl zu halten. Das gelingt beispielsweise, indem man die Räume abdunkelt und nur nachts und morgens lüftet. Ein anderer Trick: kühles Wasser über die Handgelenke laufen lassen. Auch ein gekühltes Fußbalsam oder den Rücken und die Beine mit Franzbranntwein einzureiben kann für eine Abkühlung sorgen.

Wie kurbele ich meinen Kreislauf bei Hitze wieder an?

Bei akuten Kreislaufproblemen sollte man erstmal die Beine hochlegen, damit der Kreislauf wieder in Gang kommt. Spaziergänge im Freien – vorausgesetzt sie finden morgens und abends statt – regen den Kreislauf an. Auch Wechselduschen sind ein Weg, um die Wärme aus dem Körper heraus zu transportieren. Sollte jedoch keine Besserung eintreten und verschlimmern sich die Beschwerden sogar, sollten Betroffene vorsichtshalber zum Arzt.

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