Kreissynode berät über Reformen und Moscheebau

Evangelische Kirche

HÖRDE Für die evangelischen Gemeinden in Lünen und Dortmund stehen große Veränderungen ins Haus. In den beiden Städten soll es, so die Idee, bald nur noch einen großen Kirchenkreis geben. Auch was den Moscheebau in Hörde angeht, bezog die Kirche Stellung.

von Von Julia Gaß

, 15.06.2009, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noch in diesem Jahr soll der Grundstein für den Bau von Moschee und Gemeindezentrum gelegt werden.

Noch in diesem Jahr soll der Grundstein für den Bau von Moschee und Gemeindezentrum gelegt werden.

„In Dortmund ist die Zeit reif für einen Reformschritt“, so Superintendent Klaus Wortmann. Nach einer engagierten Diskussion beschloss die Synode mit großer Mehrheit, dass der Vorschlag im Laufe der nächsten Monate in allen Presbyterien des Kirchenkreises beraten werden soll. Auf dieser Grundlage könnte die Kreissynode im Herbst einen Beschluss dazu fassen. Die 62 Synodalen aus acht Gemeinden unterstützten auch ideell den Bau der Moschee und des Gemeindezentrums des Türkisch-Islamischen Kulturvereins am Grimmelsiepen. „Die Kreissynode freut sich mit den Muslimen, dass ihnen bald angemessene Räumlichkeiten für das Gebet, die Sozial- und Jugendarbeit, für Frauen und Seniorenarbeit zur Verfügung stehen werden“, heißt es in der mit 60 Stimmen und zwei Enthaltungen verabschiedeten Stellungnahme.

Noch vor Ende des Jahres solle der Grundstein für die Moschee gelegt werden. Der Kulturverein habe laut Synode bei seinen Planungen auf die Empfindungen der christlichen Nachbarn Rücksicht genommen. Die Synode nimmt allerdings auch die Ängste und Befürchtungen wahr, „die sich in Teilen der Bevölkerung mit dem Neubau eines islamischen Gemeindezentrums in Hörde verbinden.“ „Der Türkisch-Islamische Kulturverein will sein Gemeindezentrum allen Bürgerinnen und Bürgern als Ort des Dialogs öffnen“, so Wortmann: „Wir sollten unseren Beitrag anbieten „damit sich Muslime und Christen sich begegnen.“