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Kreuzzug in die Natur

Einen "Kreuzzug" der besonderen Art organisierten die Mengeder Grünen am Rande des Naturschutzgebietes Groppenbruch.

GROPPENBRUCH

von Von Matthias vom Büchel

, 13.03.2011 / Lesedauer: 2 min
Kreuzzug in die Natur

Jedes Schild zeigte ein bedrohtes Tier.

Mit einem Marsch zum Brockenscheidter Weg an dem sich auch die Grünen aus Lünen Brambauer beteiligten, protestierten sie am Samstag gegen das interkommunale Industriegebiet Groppenbruch.   "Es war ein großer Erfolg. Mehr als 200 Teilnehmer haben sich dem Marsch angeschlossen", war Axel Kunstmann von den Mengeder Grünen nach der Veranstaltung mehr als zufrieden.

60 Kreuze Mit nicht weniger als 60 Kreuzen, auf denen jeweils eine Papptafel haftete, die ein durch den geplanten Eingriff in die Natur gefährdetes Lebewesen zeigte, marschierten die Protestler zum Brockenscheidter Weg. Dort skizzierte Dr. Erich Kretzschmar vom Naturschutzbund Dortmund (NABU) wie viele Vögel, Reptilien und Amphibien durch die Industrieansiedlung ihren Lebensraum verlieren werden. Anschließend erläuterte Dietrich Büscher (NABU) die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt.

Trauerrede Ehe sämtliche Kreuze schließlich auf einem Feld im Bereich des Königshalt in den Boden gerammt wurden, hielt Axel Kunstmann noch eine symbolische Trauerrede. Darin erinnerte er an den Auftrag des Menschen, die Schöpfung zu bewahren und. "Ich hoffe, dass die Entscheidungsträger der beiden Städte Lünen und Dortmund noch umdenken werden", so Kunstmann, denn es gibt genügend geeignete alternative Flächen für Industrie. Man sollte also die Hände von Groppenbruch lassen."

1800 Unterschriften Nach rund 45 Minuten endete der von der Polizei begleitetete Protestzug, an dem sich neben zahlreichen Bürgern aus Groppenbruch auch Vertreter der Jägerschaft und der örtlichen Landwirte beteiligten.

Am Vormittag hatten die Grünen in Mengede zuvor wieder auf dem Wochenmarkt für den Verzicht auf das Gewerbegebiet geworben und auch wieder Unterschriften gesammelt. "Wir haben inzwischen 1800 beisammen", so Axel Kunstmann.

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