Künstler unterwegs im Gewerbepark Hansa Huckarde

Malen

Ein seltener Anblick im Gewerbepark Hansa: Vier Männer sitzen mitten auf der Wiese, oder auf denm Bürgersteig, vor ihnen Staffelei und Papier. Sie malen die Bilder unter freiem Himmel – so wie einst die Landschaftsmaler im 18. und 19. Jahrhundert.

HUCKARDE

von Von Holger Bergmann

, 17.09.2011, 10:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die vier Freunde Reiner Lichtenscheidt, Peter Busch, Peter Bogotka und Peter Strege stellten in drei Tagen eine Gemälde-Ausstellung zusammen.

Die vier Freunde Reiner Lichtenscheidt, Peter Busch, Peter Bogotka und Peter Strege stellten in drei Tagen eine Gemälde-Ausstellung zusammen.

 „Das ist im modernen Kunstbetrieb nahezu aus der Mode gekommen, in die Natur zu gehen und zu malen“, bedauert Reiner Lichtenscheidt, der aus Köln zu seinem Dortmunder Freund anreist. Üblich sei mittlerweile das Fotografieren der Natur und dann Abmalen der Fotos. „Aber man muss das einfach machen: rausgehen.“  In früheren Jahren sind die vier Freunde einfach auf das Gelände der Kokerei Hansa gegangen und haben sich dort Motive gesucht: „Es ist eine ganz spezielle Herausforderung, ein Motiv immer wieder künstlerisch zu bearbeiten“, schildert Strege den Grund, warum die Besuche niemals langweilig wurden.

 Doch in diesem Jahr, angesichts der Diskussion um den Erhalt des Stadtbezirks Huckarde, nahmen sich die Künstler ein anderes Motiv-Feld vor: den Gewerbepark Hansa. „Wenn wir um den Erhalt Huckardes kämpfen, ist Huckarde es auch wert gemalt zu werden“, so Strege.  Die vier Maler gingen ganz unterschiedlich an die Aufgabe heran. Reiner Lichtenscheidt zum Beispiel spielt mit seinem Gedächtnis. Er prägte sich ein Motiv ein und malte das Bild dann in der Alten Schmiede. „In meinem Alter vergisst man das Unwichtige sofort und nur die entscheidenden Details bleiben in Erinnerung, das prägt die Bilder.“

 Peter Bogotka aus Wachtendonk ging nicht weit nach draußen und wählte die Schmiede als Motiv. Peter Busch verband Aquarell- und Kreidetechniken für seine Architektur-Betrachtungen.  Natürlich sollen die Bilder der vier Künstler anschließend nicht einfach in Bildermappen verschwinden, sondern in der Alten Schmiede Huckarde ausgestellt werden. „Welche der Bilder ihren Weg in die Ausstellung finden werden, wird erst kurz vorher entschieden“, berichten die Künstler. hob

Schlagworte: