Künstlerin will Mammutbäume auf Phoenix-West aufstellen

Ehemaliger Stahl-Standort

Die Künstlerin Ulrike Fischer will auf dem Phoenix-West-Gelände ein öffentliches Kunstwerk aus sieben Mammutbaum-Stämmen errichten. Überdimensionale Edelstahl-Buchstaben sollen von „Tugenden“ erzählen. Sie glaubt an ihre Idee an einem Ort, an dem die letzte öffentliche Kunstidee spektakulär gescheitert ist.

HÖRDE

von Von Felix Guth

, 30.10.2013 / Lesedauer: 3 min
Künstlerin will Mammutbäume auf Phoenix-West aufstellen

Ulrike Fischer mit einem Modell ihrer Kunstidee "Wege zur Glückseligkeit".

Die Pläne im Detail

- Die Stämme der Mammutbäume kommen aus dem Botanischen Garten im Rombergpark. Ulrike Fischer wurde über eine andere Arbeit auf sie aufmerksam.
- Die sieben Stämme werden in Fundamenten fixiert. Dabei soll eine verzinkte Stahlkonstruktion verhindern, dass sich Feuchtigkeit bildet und das Holz morsch wird. Die Fundamente sollen von der Firma Grünbau installiert werden.
- Um das Kunstwerk zu finanzieren sind laut Fischer keine öffentlichen Mittel notwendig.
- Sie rechnet damit, dass im Frühjahr 2014 mit den Fundamenten begonnen werden könnte.
- Wir sammeln Vorschläge für die Begriffe, die auf den Stämmen stehen könnten. Schicken Sie den Vorschlag per E-Mail an: do-sued@ruhrnachrichten.de

Während sie das sagt, steht Fischer vor der Fläche, auf der die gut drei Meter hohen Stämme in einem Fundament stehen sollen. „Wege der Glückseligkeit“ soll das Ganze heißen, basierend auf einem Zitat des griechischen Philosophen Aristoteles. Fischer ist eine lebhafte Frau, die viel lacht. Und doch, wenn sie über das Leben redet, schnell bei den Grundfragen des Mensch-Seins ist. „Ich bin schon mein ganzes Leben auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“ – mit diesen Worten eröffnete sie ihren Vortrag in der Bezirksvertretung im September. Sie sprach auch dort von den Tugenden an „einem Ort, der Vergangenheit und Zukunft gut verbindet.“ Bei den Bezirksvertretern, die letztlich zustimmen, löste das Interesse aus, aber keineswegs Jubelstürme.„Bloß keine zweite Banane“, raunte es durch die Reihen. „Wir müssen die Öffentlichkeit beteiligen“, lautete öffentlich der Tenor. Es gehe letztlich um die Frage, ob die Hörder Kunst auf dem ehemaligen Stahlofen-Gelände wollen. Und wenn ja, welche Begriffe es sein sollen, die möglichst niemanden abschrecken, aber gleichzeitig eine Botschaft haben. In der Sitzung am 12. November (Dienstag) soll das Thema noch einmal auf die Tagesordnung.

In ihren Plänen benutzt Ulrike Fischer bisher alte Begriffe wie „Mäßigung“ oder „Mut“, für sie ist aber vieles denkbar. „Es geht um die Macht der Worte im positiven Sinne“, sagt die freischaffende Künstlerin. NRW.Urban als zuständiger Vermarkter des Geländes habe keine Einwände, auch aus der Verwaltung vernimmt sie positive Signale. Fischer ist jetzt gespannt, wie sich das Thema entwickelt. Und geht das mit Selbstbewusstsein an. Vergleichbare Arbeiten von ihr im öffentlichen Raum sind etwa in der Nordstadt oder an der Brackeler Straße zu betrachten. „Ich habe bei ihnen erlebt, wie Menschen solche Objekte lieben können. Das will ich auch an diesem Ort schaffen.“  

Die Pläne im Detail

- Die Stämme der Mammutbäume kommen aus dem Botanischen Garten im Rombergpark. Ulrike Fischer wurde über eine andere Arbeit auf sie aufmerksam.
- Die sieben Stämme werden in Fundamenten fixiert. Dabei soll eine verzinkte Stahlkonstruktion verhindern, dass sich Feuchtigkeit bildet und das Holz morsch wird. Die Fundamente sollen von der Firma Grünbau installiert werden.
- Um das Kunstwerk zu finanzieren sind laut Fischer keine öffentlichen Mittel notwendig.
- Sie rechnet damit, dass im Frühjahr 2014 mit den Fundamenten begonnen werden könnte.
- Wir sammeln Vorschläge für die Begriffe, die auf den Stämmen stehen könnten. Schicken Sie den Vorschlag per E-Mail an: do-sued@ruhrnachrichten.de

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