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Künstliche Salatköpfe für die Symphoniker

Kunstprojekt der Carolinenschüler

Täuschend echt sieht der große Salatkopf aus, den die Schüler der Carolinenschule gebastelt haben. Am 2. November wird er Teil des Bühnenbildes beim Familienkonzert der Symphoniker werden. Das beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Robin Hood des Ruhrgebiets, dem Bochumer Räuberhauptmann Korte.

BOCHUM

, 25.09.2014
Künstliche Salatköpfe für die Symphoniker

40 Grundschüler der vierten Klasse der Carolinenschule bastelten Requisiten und Puppen für das Familienkonzert der Bochumer Symphoniker.

Für Musikpädagogin Stephanie Riemenschneider ist die Legende vom wohltätigen Verbrecher eine Neuentdeckung: „Ich wusste gar nicht, dass es hier so einen Menschen gab“, sagt sie. Darauf gestoßen war sie durch Zufall: „Ich hatte im Internet nach ruhrgebietsspezifischen Sagen gesucht.“ Doch obwohl ihr die Geschichte um Korte gleich gefiel, musste die Geschichte dramaturgisch bearbeitet werden. „Das war ein langer Prozess“, sagt sie. Beteiligt an der eigenen Fassung war auch der Schauspieler Andreas Helgi Schmid.

Denn für das diesjährige Familienkonzert entschied man sich für eine Mischung aus Theater, Puppenspiel und Konzert. Fast alles, was dabei an Requisiten benötigt wird, wird von den Grundschülern der Carolinenschule gebastelt. Maya ist eine von ihnen. „Ich hab mich total gewundert, wie das gemacht wird“, sagt sie. Denn für die Herstellung eines Salatkopfes aus Styropor und Papier bedarf es viel Arbeit. „Da kommen viele Lagen Farbe drauf“, erklärt Agnes Motz. Die Kunstpädagogin des Museums Bochum ist künstlerische Leiterin des Projekts an der Carolinenschule – und sehr zufrieden mit der Arbeit der Grundschüler. Doch auch den Kindern gefällt der etwas andere Kunstunterricht: „Das ist schon eine schöne Abwechslung“, sagt Maya. Doch die Kinder können sich beim Basteln der Requisiten nicht nur kreativ austoben, sondern lernen auch etwas über die Bühnenarbeit.

„Agnes hat uns am Anfang zwei Äpfel gezeigt. Der eine war echt, der andere künstlich“, erzählt Maya. Täuschend echt sahen beide für die Kinder aus, wie Agnes Motz feststellen musste: „Ein Kind hat sogar in den künstlichen Apfel gebissen“, sagt sie. Nach diesem Vorbild bastelten die Kinder in vielen Stunden Brote, Obst und die Köpfe der Puppen, zeichneten Kostümentwürfe und malten Bilder, die als Vorspann für die Geschichte dienen werden. Mit diesen Sachen werden dann Andreas Helgi Schmid und Stephanie Riemenschneider noch einen Monat lang proben. „Die Kinder bestimmen also sehr stark das Aussehen des fertigen Stücks“, sagt Riemenschneider. Entsprechend gespannt sind deshalb auch schon die Kinder, was die Musiker und der Schauspieler aus ihren Bastelarbeiten machen werden. „Ich freu mich schon sehr auf das Stück“, sagt Viertklässler Felix.

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