Kugelrunde Erinnerungen

Erinnerungen

Wenn ich an liebe Nachbarn denke, denke ich an leckere Mozartkugeln, einen ganz besonderen Adventskalender und zwei liebe ältere Damen. Leider durfte ich nicht mit Großmüttern aufwachsen. Die eine ist vor meiner Geburt gestorben, die andere lebte in der damaligen DDR und lebt ebenfalls schon lang nicht mehr.

BOCHUM

von Von Sebastian Ritscher

, 23.11.2013, 11:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
RN-Redakteur Sebastian Ritscher Erinnert sich an seine lieben Nachbarinnen, an die Mitbringsel aus Österreich und das gemeinsame Öffnen des Adventskalenders.

RN-Redakteur Sebastian Ritscher Erinnert sich an seine lieben Nachbarinnen, an die Mitbringsel aus Österreich und das gemeinsame Öffnen des Adventskalenders.

Es war immer ein Fest, mit Frau Gossmann die erste Mozartkugel aus der Folie zu holen, durchzuschneiden, die verschiedenen Schichten zu bewundern und dann zu essen. Ich freute mich jedes Mal auf ihre Österreich-Rückkehr. Ebenso freute ich mich auf den Advent. Dann stand ein täglicher Besuch bei Frau Sprengel an. Die hatte einen besonderen Adventskalender. Ganz ohne Schokolade. Bei ihr in der Wohnung gab es Weihnachtslieder auf Vinyl. Und diese Platte steckte in einer Hülle mit 24 Törchen.

Eigentlich war unter jedem nur eine unspektakuläre Zeichnung. Aber es war schön, die Lieder zu hören und mit Frau Sprengel die bunten Bilder zu bewundern. Mittlerweile bin ich längst aus dem Haus ausgezogen. Und leider sind auch Frau Sprengel und Frau Gossmann schon vor langer Zeit gestorben. Aber die Erinnerungen bleiben. Es gibt keine Vorweihnachtszeit, keine Mozartkugel, die mich nicht an meine beiden Ersatz-Omas denken lässt.