"Kulturentwicklungsplanung" startet in die Zukunft

Auftakt im Haus Witten

Damit war nach der gescheiterten Bürgerwerkstatt zur Stadtbücherei kaum zu rechnen: Gesteckt voll war der Konzertsaal des Hauses Witten bei der Auftaktveranstaltung der „Kulturentwicklungsplanung“ für Witten.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 29.08.2013, 19:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Kulturentwicklungsplanung" startet in die Zukunft

Dicht gedrängt saßen Kulturschaffende und Kulturinteressierte im Konzertsaal des Hauses Witten.

Freie und institutionelle Kulturschaffende, aber auch kulturinteressierte Bürger wollen offensichtlich noch einmal den Versuch wagen, mit einander die Kultur für Witten auf einen guten Weg zu bringen. Ein Mann von außen soll die zum Teil tiefen Gräben in der Kulturszene überbrücken helfen: Reinhart Richter (Foto), langjähriger Kulturamtsleiter in Osnabrück und nun freier Kulturberater. Er hat ein Konzept entwickelt, dass Kommunen befähigen soll, in einem konzentrierten Prozess in Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden und Bürgern den Weg zu definieren, den die Kulturpolitik einer Stadt nehmen soll. Für Witten weitgehend kostenfrei ermöglicht wird das durch das Projekt „Kultur in Westfalen“.

‚Richter diagnostizierte in seiner Einführung recht unverblümt die Situation in Witten. „Nach meinem Eindruck hat Witten im kulturellen Bereich viele Potenziale, die aber schwierig zu entwickeln sind auch wegen der streitbaren und schwierigen Diskussion in der Vergangenheit.“ Doch darin sah der erfahrene Kulturberater, der Kulturentwicklungsplanung bereits in weiteren sieben Städten durchgeführt hat, auch eine Chance: „Das ist auch ein Indiz für das fachliche Potenzial. Die streitbare Diskussion macht es schwierig, aber auch wichtig, gemeinsam zu klären, was allen gemeinsam wichtig ist.“ Denn das ist das Ziel des Prozesses. Und erreicht werden soll es über fünf Bausteine, sprich Veranstaltungen (siehe unten). Am Ende des Prozesses soll es eine Antwort auf die Frage geben, die Bürgermeisterin Sonja Leidemann in ihrem Grußwort stellte: „Welches Kulturangebot wollen wir? Und welches können wir noch?“ Transparent soll der Prozess sein, daher werden alle Ergebnisse und Ideen dokumentiert und können dann unter nachgelesen werden unter

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Visionen und Ziele
- Swot-Analyse, 6. September, 16 bis 20 Uhr: Stärken und Schwächen des Kulturangebotes
- Visionskonferenz, 12. Oktober, 10 bis 17 Uhr: Was will man für die Kulturentwicklung erreichen?
- Zielkonferenz,  11. November, 17 bis 21 Uhr: Wie will man Ziele erreichen? Basis für zukünftige      Entscheidungen schaffen.
- Offene Werkstatt, 7. Dezember, 11 bis 18 Uhr: Vorschläge für die Verwirklichung der Ziele. 

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