Kulturpause im Haselnusshain

Serie Emscherkunst

Die "Emscherkunst 2016" neigt sich dem Ende zu. Nur noch bis zum 18. September können die Besucher die 24 Kunstwerke täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr kostenlos besichtigen. In der vorletzten Folge unserer Serie stellen wir das Werk "Kunstpause" der Berliner Gruppe "atelier le balto" in Dortmund vor.

DORTMUND

, 07.09.2016, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über acht Holzstege können die Besucher des Haselnusshains in Dortmund schlendern.

Über acht Holzstege können die Besucher des Haselnusshains in Dortmund schlendern.

Bei so viel Kunst kann einem schon mal die Puste ausgehen. Vor allem, wenn man mit dem Rad unterwegs ist und auf seiner Tour an den vielen beeindruckenden Werken der Freiluft-Ausstellung zwischen Holzwickede und Recklinghausen halt macht. Vielleicht hatte die Berliner Künstlergruppe auch daran gedacht, als sie sich dazu entschloss, einen verwilderten Haselnusshain nahe der Emscher in eine begehbare Plattform zu verwandeln.

Autolärm stört die Idylle

Auf acht schmalen Holzstegen können die Besucher durch den kleinen Wald am Flussufer spazieren - zwischen Bäumen, Sträuchern und fein zu Bündeln arrangierten Zweigen am Wegesrand. Ein Ort der Ruhe und Gelassenheit? Von wegen. Denn die "Kunstpause" an der Huckarder Straße 260 liegt zwar direkt an der Emscher, aber eben auch an einer nicht gerade idyllischen Stelle: im Schatten eines Autobahnzubringers.

Da bleiben Besucher von Lärm leider nicht verschont. Wen das nicht abschreckt, der bekommt an dem Ort, bei dessen Gestaltung die Künstler Wert auf die Erhaltung des ursprünglichen Charakters gelegt haben, ein schattiges Plätzchen und einen hübschen Anblick. Kunst oder Pause? – Eine „Kunstpause" oder macht da doch eher die Kunst eine Pause?

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