Kunden stehen verunsichert vor der Ladentür

20.07.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bochum Seit dem Fall des Ladenschlussgesetzes können Geschäfte werktags bis 24 Uhr geöffnet sein. Doch etliche Einzelhändler haben damit begonnen, ihre Ladenschlusszeiten wieder nach vorn zu verlegen.

RN-Redakteur Volker Stemmann sprach mit Matthias Glotz (Foto) von BoMarketing.

Herr Glotz, was halten Sie von den geänderten Öffnungszeiten?

Glotz : Da wir in einer Zeit der Liberalisierung leben, müssen wir die Neuregelung akzeptieren. Sie ist für die Kunden nur schwer verständlich. Vor allem größere Unternehmen, bei denen Sortiment, Größe und Lage stimmen, profitieren davon.

Wie sieht die Situation in Bochum aus?

Glotz: .Es gibt eigentlich keine Absprachen zwischen den Werbegemeinschaften hinsichtlich der Öffnungszeiten. Jeder Händler kann frei entscheiden, wie lange sein Geschäft geöffnet sein soll.

Was bedeutet das für die Kunden, die in unserer Stadt einkaufen möchten?

Glotz: .Der Kunde wird mit Enttäuschungen konfrontiert. Er ist verunsichert, wenn er vor der verschlossenen Tür steht. Andererseits bekommen die Verbraucher durch die längeren Öffnungszeiten mehr Freiheiten eingeräumt.

Herr Glotz, ist die City nicht gegenüber den Einkaufszentren benachteiligt?

Glotz: .Im Vergleich zu Einkaufszentren - dort sind einheitliche Verkaufszeiten für alle Mieter bindend - steht die City sicher schlechter da. Ich würde mir wünschen, dass sich die Einzelhändler auch hier einigen. Aber offenbar ist das in einer Innenstadt mit rund 800 Geschäften nicht möglich.