"Kung Fu Panda 3" ist ein Bruce Lee im Bärenfell

Im Kino

Po, der Drachenkrieger. Ein rundlicher Gemütsmensch, pardon - Panda, der mit der Körperlichkeit eines Buddhas rasanten Kampfsport zelebriert. In "Kung Fu Panda 3" hat es der frühere Tollpatsch sogar zum Meister und Lehrer gebracht.

15.03.2016 / Lesedauer: 2 min
"Kung Fu Panda 3" ist ein Bruce Lee im Bärenfell

Panda Po ist der Star in „Kung Fu Panda 3“. Der Film läuft am Donnerstag in den Kinos an.

Ein drolliges Moppel-Ich als Bruce Lee aus der Tierwelt. Was zweimal für Lacher gut war, schmeißt "Dreamworks" nicht über Bord, wenn es Po und seine dynamischen Fünf (Tiger, Schlange, Affe, Kranich, Heuschrecke) in ein weiteres Abenteuer schickt.

Yak-Büffel aus dem Dämonen-Reich

So machen die flotten Scharmützel gegen eine Horde von Jade-Dämonen ordentlich was her im neuen Film, bevor es die Truppe mit dem Endgegner aufnimmt: Aus dem Geisterreich, wo er 500 Jahre schmachten musste, meldet der Yak-Büffel Kai seinen Anspruch auf Herrschaft an. Ein wutschnaubender Ketten-Schwinger, der sich nach und nach das Chi aller Kung Fu-Meister einverleibt und immer mächtiger wird.

3D-Action mit Zeitlupe und scheinbarer Schwerelosigkeit markiert das eine Standbein des Films, der teilweise in China, mit chinesischen Animationsteams produziert wurde. Ein Prolog gibt dem Kampf gegen den Yak-Schurken gar ein kosmisches Gepränge, das an "Star Wars" denken lässt.

Standbein Nummer zwei ist die Komik des Films (Regie: Jennifer Yuh und Alessandro Carloni). Jux und Dollerei für die kindliche Zielgruppe im Kino: Po spielt in der Wanne mit Actionfiguren, eine fette Dame will ihn bezirzen, diverse Sidekicks fahren Lacher ein. Mit seinem leiblichen Vater tollt unser Held durch das Kung Fu-Museum. Sein Ziehvater (der Enterich und Koch) reagiert mit Eifersucht, doch Blut ist dicker als Nudelsuppe.

Der finale Tanz

Papa führt den verlorenen Sohn ins Dorf der Pandas, wo die Verwandtschaft ein Tänzchen aufführt, bevor der Bulle aus dem Jenseits die Kung Fu-Eleven zum finalen Tanz bittet. Po stellt sich und denkt an alle Weisheiten und Kalendersprüche, die seine Lehrer ihm mitgaben. Gib nicht auf, sei Du selbst!

Nach getaner Arbeit schwofen die Sieger zu einer Version von Carl Douglas' "Kung Fu Fighting". Kurzweilig, unterhaltsam, tricktechnisch auf der Höhe. Aber: Anders als bei "Zoomania" bleibt von Gags und Story nicht viel haften - aus den Augen, aus dem Sinn.