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Kunst-Galerie im eigenen Haus

OESPEL Kunstobjekte stehen meistens in Galerien. Ute Brummel durchbricht den Kreis. Sie veranstaltet Ausstellungen bei den Künstlern in der Wohnung.

von Von Kathrin Langhans

, 18.11.2008 / Lesedauer: 2 min
Kunst-Galerie im eigenen Haus

Künstlerin Gabriele Schmitz-Reum (l.) und Galeristin Ute Brummel: Zwei Frauen, die auf der selben Wellenlänge funken.

„Die Künstler besuchen nicht mich, sondern ich besuche die Künstler in ihrer eigenen Umgebung“, so die Galeristin Ute Brummel. Ziel ihres Besuches: Die Künstlerin Gabriele Schmitz-Reum, die „Grafik“ an der Folkwanghochschule in Essen studiert hat. In ihrem Atelier gibt Gabriele Schmitz-Reum normalerweise Malworkshops. Jetzt öffnet sie gemeinsam mit Ute Brummel ihre Pforten für interessierte Besucher. „Sekt oder Selters?“, begrüßt Werner Block, der Ehemann der Künstlerin, die Kunstinteressierten, die am Sonntag im Atelier Sternentor die Kunstausstellung rund um das Thema „Mensch“ besuchen. Die Besucher erwartet eine facettenreiche Zeitreise durch verschiedene Kunsttechniken. „Mich reizt es den Menschen immer wieder auf andere Weise darzustellen“ sagt Gabriele Schmitz-Reum, die sich seit 40 Jahren Menschen zeichnet und formt. Im Esszimmer wächst ein Stuhl aus dem Boden, im Flur hängt ein Menschenkopf, der aus Schweineblase, Ei, Tee und Kautschuk zusammengesetzt ist. Die Künstlerin setzt auf Naturmaterialien. „Erst setze ich das Material auf die Leinwand, dann füge ich die Zeichnung hinzu“, erklärt die Künstlerin ihre Arbeitsweise.

Bei gemütlicher Atmosphäre können die Gäste mit der Künstlerin über die Bilder und Objekte reden oder sie einfach bei einem Glas Sekt auf sich wirken lassen. „Mir gefallen ihre Kunsttechniken und ihre Art Gewöhnliches neu darzustellen“ meint Besucherin Irmgard Füratsch (56). Im Dachgeschoss können die Besucher die Materialien bestaunen, aus denen Gabriele Schmitz-Reum ihre Werke fertigt. Bei ihren neuesten Werken arbeitet Schmitz-Reum vor allem mit transparenten Schichten aus weißen Leinen und Zeichnungsfragmenten. Manuela Fischer (45) gefällt es, dass sich der Mensch auf den Bildern erst auf den zweiten Blick erschließen lässt. „Man muss genau hinsehen, um die Gesichter zu erkennen“, so Fischer. Sie ist auch fasziniert von der Vielschichtigkeit der Materialien. „Die Ausstellung ist gut besucht“ freut sich Galeristin Ute Brummel. Sie plant bereits eine weitere gemeinsame Ausstellung für Anfang Dezember.

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