Kunst im Grenzgebiet Ruhr

Drei Bochumer Kunstvereine

BOCHUM 50 Mautstellen zählte einst allein der Gahlensche Kohlenweg von der Ruhr hinauf nach Dorsten.Wie Grenzen unsere Region auch heute durchziehen, thematisieren 14 Kunstvereine innerhalb des Ruhr.2010-Projekts "GrenzGebiet Ruhr". Drei Bochumer Kunstvereine sind dabei.

von von Ronny von Wangenheim

, 23.03.2010, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie haben in den vergangenen drei Jahren gleich vier Projekte entwickelt. Und mit dem Gelsenkirchener Kunstverein ist ein weiteres Projekt zumindest zu einem Drittel auf Bochumer Stadtgebiet zu finden.

Schrankenloses Mikado Für den Bochumer Auftakt wird im Mai Dirk Schlichting mit "Schrankenlos" sorgen. Auf dem Gelände des Westparks wird er im Aussichtsraum eines Stellwerks 50 rotweiß gestreifte Schlagbäume, einem Mikadospiel ähnlich, platzieren. Nachts werden die vier Meter langen Stäbe leicht illuminiert. "Ich freue mich sehr auf die Arbeit", sagte Schlichting gestern. Für den Künstler verbindet sich seine Arbeit inhaltlich perfekt mit dem Konzept des Westparks, wo die Überreste der Industrieanlagen skulpturalen Charakter haben.

Die Galerie Januar, die seit 30 Jahren mit viel Engagement junge Kunst fördert, wird auch in einem zweiten Projekt den Gahlenschen Kohlenweg thematisieren. Mit einer Länge von 400 Metern ist es das vielleicht größte Kunstwerk von "GrenzGebiet Ruhr". Mit einem Hochdruckreiniger wird Klaus Dauven am 18. Juli, wenn die A 40 für einen Tag zum Stillleben wird, seine Zeichnung auf die Wände der Autobahn an der Brücke Dorstener Straße in den Dreck spritzen. Ein Kunstwerk, das mit der Zeit vergeht.

Wie die anderen Kunstvereine und Kunsthäuser steckt auch die galerie januar viel ehrenamtliche Arbeit in das Projekt. 125 000 Euro gibt Ruhr.2010 insgesamt für alle 15 Projekte. Noch einmal so viel, so die Schätzung, kommt aus den einzelnen Städten dazu. Dabei hat jeder Verein sein Projekt eigenverantwortlich entwickelt. Gemeinsamkeiten gibt es natürlich. So haben auch die Kunstvereine in Dorsten und Herne Künstler beauftragt, sich mit dem Gahlenschen Kohlenweg und seiner Bedeutung für die Entstehung des Ruhrgebiets zu beschäftigen.