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Kunstprojekt gibt Kindern Einblick in die islamische Religion

Huckarder Moschee

Das Ergebnis einer vorbildhaften Aktion stellten 30 Kinder verschiedener Religionen in der Osman-Gazi-Moschee vor. Gemeinsam malten sie Bilder, spielten ein selbst ausgedachtes Theaterstück und lernten dabei eine Menge über andere Glaubensrichtungen.

HUCKARDE

von Von Alexandra Michels

, 28.11.2012
Kunstprojekt gibt Kindern Einblick in die islamische Religion

Beim Projekt »Conni geht zur Moschee« lernten christliche Kinder in der Osman-Gazi-Moschee spielerisch einiges über die islamische Religion.

Auf die Beine gestellt hatten das Projekt für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren die Gemeinde der Huckarder Moschee und die Arbeiterwohlfahrt.  Im Handumdrehen waren die 30 Teilnehmerplätze für „Conni geht in die Moschee“ vergeben, berichtete Ricarda Erdmann von der AWO-Arbeitsgruppe Integration, deren eigene Tochter mit viel Spaß dabei war. So groß sei die Nachfrage gewesen, dass für das kommende Jahr eine Fortsetzung angedacht ist.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Kunstprojekt für Kinder in Huckarder Moschee

Das Kinderkunstprojekt "Conni geht in die Moschee" fesselte 30 Kinder aus dem Ortsteil Huckarde. An drei Samstagen gewannen sie einen Eindruck von den Bräuchen des Islam und verloren Ängste und Vorurteile.
28.11.2012
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Bei der Abschlusspräsentation des Kunstprojekts "Conny geht zur Moschee" zeigten die Kinder stolz ihre Bilder.© Foto: Oliver Schaper
Bei der Abschlusspräsentation des Kunstprojekts "Conny geht zur Moschee" zeigten die Kinder stolz ihre Bilder.© Foto: Oliver Schaper
Bei der Abschlusspräsentation des Kunstprojekts "Conny geht zur Moschee" zeigten die Kinder stolz ihre Bilder.© Foto: Oliver Schaper
Natürlich wurde die Moschee während des Projektes genau unter die Lupe genommen.© Foto: Oliver Schaper
Natürlich wurde die Moschee während des Projektes genau unter die Lupe genommen.© Foto: Oliver Schaper
Natürlich wurde die Moschee während des Projektes genau unter die Lupe genommen.© Foto: Oliver Schaper
Natürlich wurde die Moschee während des Projektes genau unter die Lupe genommen.© Foto: Oliver Schaper
Und natürlich entstanden viele kleine Kunstwerke.© Foto: Oliver Schaper
Und natürlich entstanden viele kleine Kunstwerke.© Foto: Oliver Schaper
Und natürlich entstanden viele kleine Kunstwerke.© Foto: Oliver Schaper
Natürlich wurde die Moschee während des Projektes genau unter die Lupe genommen.© Foto: Oliver Schaper

 An drei aufeinander folgenden Samstagen trafen sich die muslimischen und christlichen Kinder in der Moschee. Unter Anleitung der Dortmunder Designerin Astrid Halfmann gestalteten sie Halbmonde mit Sternen und farbenfrohe Mosaik-Bilder verschiedener Moscheen, darunter natürlich auch die in Huckarde.  Dabei, sagte Erdmann „waren die muslimischen Kinder die, die richtig Ahnung hatten“ und ihren Freunden erklärten, was es mit den Bräuchen und der Religion des Islam auf sich hat.

 Genau davon handelte auch das von der Gruppe geschriebene und einstudierte Theaterstück „Conni geht in die Moschee“: Zusammen mit ihren deutschen und türkischen Freundinnen möchte Conni im muslimischen Gotteshaus am Gebet teilnehmen, wird jedoch von ihrer verstörten Mutter, ihres Zeichens Frauenbeauftragte der evangelischen Gemeinde, dabei überrascht.Bald gelingt es jedoch der Hodscha, einer islamischen Religionslehrerin, die Zweifel der Mutter zu zerstreuen. Schließlich entdecken Kinder und Erwachsene beider Glaubensrichtungen, dass sie im Grunde gar nicht so verschieden sind. 

 Was die Mutter im Theaterstück sich erst erklären lassen musste, stellten die jungen Teilnehmer des Kunstprojektes spielerisch beim kreativen Miteinander fest. Ängste oder Vorurteile der anderen Religion gegenüber gibt es bei diesen Kindern wohl keine mehr - und die Großen können sich an den kleinen Künstlern getrost ein Beispiel nehmen.   

Die Moschee
Die Osman Gazi Moschee an der Rahmer Straße 116 war früher eine neuapostolische Kirche. 2009 erwarb die Türkisch-Islamische Gemeinde Huckarde das leer stehende Gotteshaus. Eröffnung feierte die Moschee am 2.06. 2010.