„Kunstszene hat Entwicklungsbedarf“

Messe C.A.R.

Zwei Wochen vor dem Start der contemporary art ruhr (C.A.R.) brennen die Beteiligten für das Projekt. Gestern haben sie auf einer Pressekonferenz über die Messe gesprochen, deren neunte Ausgabe noch größer wird – dabei war die C.A.R. ohnehin die größte Messe für zeitgenössische Kunst der Region.

ESSEN

, 14.10.2015, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Kunstszene hat Entwicklungsbedarf“

Die Veranstalter und alle Beteiligten der C.A.R. freuen sich schon auf die Kunstmesse.

In fünf Hallen und im Casino Zollverein präsentieren über 30 Galerien sowie zahlreiche Künstler in Sonderausstellungen ihre Werke. Halle 8 und das Casino Zollverein sind neue Ausstellungsflächen. Damit bietet die C.A.R. den Talenten jetzt noch mehr Raum zum Netzwerken. Denn darum geht es, wie C.A.R.-Veranstalter Thomas Volkmann sagt.

Die Kunstszene im Ruhrgebiet müsse sich weiterentwickeln. „Wir wollen mit neuen und der Öffnung von bestehenden Netzwerken zu der Entwicklung beitragen“, so Volkmann. Das offene Ausstellungskonzept der Messe unterstützt diese Idee. Um jeden Stand können die Besucher herumgehen, ohne dass Messekojen Barrieren bilden.

Qualität ist entscheidend

Die C.A.R. soll aber nicht nur kommunikativ, sondern auch inspirierend sein. Etablierte, aufstrebende und junge Künstler präsentieren sich dort – allein zwölf Galerien aus dem Ruhrgebiet, die anderen teils aus fernen Ländern wie Korea. „Korea klingt gut. Wichtiger als die Internationalität ist für uns aber die Qualität der Kunst“, sagt Volkmann. Deswegen wählt eine Jury unter allen Bewerbern die Künstler aus, deren Werke auf die Messe passen.

Und so sieht man auf der C.A.R. zuweilen „innovative Dinge, die sonst nirgends zu sehen sind“, sagt Delia Bösch, Leiterin Kommunikation und Marketing der Stiftung Zollverein. 

Zollverein Essen: „contemporary art ruhr 2015“, 30.10 (Eröffnung 20 Uhr) - 1.11., Gelsenkirchener Straße 181, Fr ab 20 Uhr, Sa 12-20 Uhr, So 11-19 Uhr, Eintritt 12 Euro (10 Euro erm.)