Kyrill-Schäden noch nicht beseitigt

WITTEN Nasser Sommer behindert die Aufräumarbeiten nach dem Wintersturm Kyrill. Noch immer liegen abgebrochene Äste herum. Der Wittener Wald und der Regionalverband Ruhr haben nun einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um auch die finanziellen Schäden aufzufangen.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 17.08.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verheerend sah es in vielen Wäldern nach dem Orkan "Kyrill" aus. An vielen Stellen wurde seitdem noch nicht aufgeräumt.

Verheerend sah es in vielen Wäldern nach dem Orkan "Kyrill" aus. An vielen Stellen wurde seitdem noch nicht aufgeräumt.

"Wir haben erst zwei Flächen auf dem Hohenstein und eine in Vormholz aufbereitet. Das Holz wurde verkauft oder im Sägewerk der Stadt verarbeitet. Aber bis zum Ende des Jahres wollen wir auch die anderen Bereiche noch räumen", erläutert Förster Klaus Peter.

"Wir haben erst zwei Flächen auf dem Hohenstein und eine in Vormholz aufbereitet. Das Holz wurde verkauft oder im Sägewerk der Stadt verarbeitet. Aber bis zum Ende des Jahres wollen wir auch die anderen Bereiche noch räumen", erläutert Förster Klaus Peter.

Doch der nasse Sommer macht die Aufforstungsarbeiten in den Wäldern des EN-Kreises nicht leicht. Schwere Maschinen, Harvester genannt, die einen Baum innerhalb einer Minute fertig zerlegen können, sind im Moment im Südkreis eingesetzt. "Da können wir aber nicht immer arbeiten, weil die Maschinen auf nassen Böden in den Hanglagen leicht ins Rutschen kommen. Deshalb verzögert sich alles", so Peter.

Schwere Maschinen zerstören die Wege

Selbst wenn bis zum Ende des Jahres alle geknickten Bäume und Äste beseitigt sein sollten, ist die Arbeit damit noch nicht beendet. Die schweren Maschinen zerstören insbesondere bei anhaltend nassem Wetter die Wege in den Wäldern. Also müssen diese anschließend wieder neu angelegt werden.

Vielfach, so Peter, muss auch aufgeforstet werden: "Im Wittener Stadtwald müssen sechs Hektar neu bepflanzt werden. Ansonsten hat Kyrill an anderen Stellen gewirkt wie eine normale Durchforstung. Da werden andere Bäume, die bisher wenig Licht hatten, kräftiger weiterwachsen. Zudem säen sich die Bäume selbst aus und die Keimlinge könne auf dem lichten Waldboden gut gedeihen."

Verkauf des anfallenden Holzes

Der Wittener Wald wird vom Regionalverband Ruhr (RVR) innerhalb eines Kooperationsvertrages gepflegt. Finanziell sind die von Kyrill verursachten Schäden kein Problem. Das anfallende Holz wird verkauft und der Erlös in die Aufräumung und Aufforstung investiert. Nicht zu unterschätzen sind jedoch, so warnt der Förster, nach wie vor die Gefahren für Spaziergänger.

"Wo Bäume schräg stehen und Äste lose hängen, kann immer etwas passieren. Laut Gesetz sind noch alle Waldflächen gesperrt, die nicht geräumt wurden. Aber wir wissen natürlich, dass sich die Leute nicht immer an diese Verbote halten. Vorsichtig sollten sie auf jeden Fall sein."