KZ-Gedenkstätte soll umziehen

Annener Bürgerinitiative

"Wir wollen dem Mahnmal für die Häftlinge des KZ-Außenlagers eine würdigere Umgebung geben", sagt Prof. Dr. Dr. Jürgen Dieckmann, Vorsitzender der Annener Bürgerinitiative (BI). "Es ist dreckig und ungepflegt. Niemand weiß etwas über die Geschichte. Das möchten wir ändern." Daher soll das Mahnmal jetzt umziehen.

ANNEN

von Von Barbara Zabka

, 14.04.2012, 07:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gedenkstätte in Witten-Annen.

Die Gedenkstätte in Witten-Annen.

„Das Lager damals war riesig – bis zur Otto-Laue-Straße“, erinnnert sich Jürgen Dieckmann, der Annener Urgestein ist. „Der Platz ist ein Bodendenkmal“, weiß Jürgen Dieckmann zu berichten. „Und wir sollten es auch als solches behandeln.“ Dieckmann stellt sich vor, hier einen Platz des Erinnerns einzurichten. „Einen richtigen Platz, der zum Verweilen und Gedenken einlädt. Mit Bäumen und Bänken. Und Info-Tafeln über die Geschichte des Platzes, die heute kaum noch einer kennt. Aus diesem Unort muss endlich wieder ein Ort werden“, umschreibt Dieckmann die Pläne der Bürgerinitiative. „Selbstverständlich muss der Platz auch einen Namen bekommen und im Stadtplan zu finden sein.“

Die Bürgerinitiative für ein liebenswertes Annen hat an Verwaltung und alle Fraktionen einen Brief geschrieben, um Mitstreiter für ihr Anliegen zu finden. „Wir würden die Umsetzung tatkräftig unterstützen und uns auch um potenzielle Sponsoren kümmern“, so Jürgen Dieckmann weiter. Eine Verankerung im Programm „Soziale Stadt Annen“ wäre aus seiner Sicht ebenfalls sinnvoll. In der nächsten Zeit wollen die Annener weitere Pläne schmieden, um ihr Vorhaben konkreter zu machen. „Dann machen wir auch ein wenig Druck“, so Dieckmann weiter. In der Zwischenzeit hat die Fraktion der WBG einen Antrag gestellt, um im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt eine positive Bewertung der Pläne zu erreichen.