Lärmschutz für Deusen erst 2013

Schienentrasse

Die begonnenen Probebohrungen im Bereich der Deusener Schienentrasse sind für Reiner Schramowski ein klares Signal. "Das kann doch nur bedeuten, dass wir bald unsere Lärmschutzwand bekommen", frohlockt der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Deusen.

DEUSEN

von Von Beate Dönnewald

, 03.12.2010 / Lesedauer: 2 min
Lärmschutz für Deusen erst 2013

Reiner Schramowski.

"Geplant ist ein tausend Meter langer und zwei Meter hoher Schallschutz", erklärte Pressesprecher Udo Kampschulte im RN-Gespräch. Vor allem fehlende Finanzierungs-Möglichkeiten sorgten für die zeitliche Verzögerung. "Die Maßnahme kostet ca. eine Millionen Euro", erklärt Udo Kampschulte. Geld, das für andere Projekte reserviert sei – zumal die Bahn ja ursprünglich von Schallschutzfenstern für nur fünf Häuser ausgegangen war. Nachdem sich die Zahl der Häuser aber auf 34 erhöhte, weil es sich nicht wie angenommen um ein Mischgebiet handelt, schwenkte sie nach einer Kostennutzenrechnung auf die Installation einer Lärmschutzwand um. Außerdem, so Udo Kampschulte, müsse während der Einbauphase ein Gleis gesperrt werden.

Zur Zeit werde die Tragfähigkeit des Bodens untersucht, darüber hinaus müsse ein Planfeststellungsverfahren vorgeschaltet werden. Den Stein ins Rollen gebracht hatte vor eineinhalb Jahren eine 24-Stunden-Messung des Grünen-Politikers Manfred Jockheck, der damals mit einem speziellen Lärm-Messgerät im Kornweg und an der Deusener Straße direkt an der Bahnlinie Werte bis zu 90 dB ermittelt hatte.

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