Lammert unterstützt Bürgerbegehren für Gymnasium am Ostring

BOCHUM Von Dr. Norbert Lammert erhielt die Elterninitiative für den Erhalt des Gymnasiums am Ostring (GaO) prominente Unterstützung. "Als Bochumer Bürger", nicht als Bundestagspräsident, wolle er das Bürgerbegehren unterstützen, so Lammert. "Natürlich einerseits aus alter Verbundenheit mit der Schule, die einen Teil des eigenen Lebens so geprägt hat."

von Von Jürgen Koers

, 11.06.2008, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert warb für den Erhalt des Gymnasiums am Ostring.

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert warb für den Erhalt des Gymnasiums am Ostring.

Aber auch, weil Lammert der Ansicht ist, dass das besondere Profil des GaO bei der Fusion mit einer anderen Schule nicht mehr zu halten sei. "Eine Universitätsstadt muss auch eine Vielfalt an schulischen Angeboten haben", sagte Lammert.

Pläne problematisch

Im Gespräch mit den engagierten Befürwortern des Erhalts am Stand in der Kortumstraße sowie anderen Bürgern machte Lammert deutlich, dass er die Pläne der Stadt für die Zusammenlegung von GaO und Albert-Einstein-Schule problematisch findet. "Diese Änderung der Schullandschaft ist entweder nicht durchdacht, oder aber sie ist in der angekündigten Form nicht ehrlich gewesen."

Profil wäre nicht wahrnehmbar

Dabei gelte sein Interesse nicht vordergründig der alten Schule, sondern richte sich "auch gegen jede andere einseitige Schulstruktur. Nach einer Fusion wäre die GaO nicht mehr wahrnehmbar."

Die Chancen des Bürgerentscheids sieht Lammert zweigeteilt. Dass sich eine Mehrheit für den Erhalt des GaO ausspricht, hält er für sehr wahrscheinlich. Ob allerdings das erforderliche Quorum abgegebener Stimmen auch erreicht werde, das sei die größere Hürde. "Wenn sie sich diesen Wahlzettel ansehen, halten die meisten Bürger das doch für Werbung. Es wird kaum deutlich, worum es eigentlich geht."