Land NRW und Kommunen einigen sich auf Erstattung von Kita-Beiträgen für Eltern

Kita-Beiträge

Wochenlang stritten sich das Land NRW und die kommunalen Spitzenverbände um die Erstattung der Kitabeiträge für die Eltern. Jetzt gibt es eine Einigung mit positivem Ergebnis für die Eltern.

NRW

18.06.2021, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jetzt gibt es Klarheit über die Erstattung der Kita-Beiträge in NRW.

Jetzt gibt es Klarheit über die Erstattung der Kita-Beiträge in NRW. © picture alliance/dpa

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände auf die Lastenverteilung bei den infolge der Corona-Pandemie reduzierten Kita-Beiträgen geeinigt. Das Land wolle sich für den Zeitraum von Februar bis Mai mit rund 110 Millionen Euro an der Finanzierung ausgefallener Elternbeiträge beteiligen, teilten die Verbände am Freitag mit.

Die Landesregierung habe ihr ursprüngliches Angebot damit um rund 22 Millionen Euro angehoben. Es geht um die Erstattung von Elternbeiträgen für Kitas, Kindertagespflege und die Offene Ganztagsschule (OGD).

Wie die Rheinische Post berichtet, werden die Elternbeiträge für den Februar in komplett erstattet. Die Kosten von 86 Millionen Euro tragen die Kommunen und das Land jeweils zur Hälfte. Auch im Januar waren die Beiträge erstattet worden, der Februar sei in der Situation vergleichbar gewesen, heißt es.

Eltern erhalten Beiträge in Höhe von 2,5 Monaten zurück

Für die Monate März bis einschließlich Mai wird den Eltern die Hälfte der Beiträge erstatte, ebenfalls zur Hälfte von Kommunen und Land getragen. Unterm Stricher halten damit die Eltern Beiträge von 2,5 vollen Monaten zurück.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte zugesagt, dass die Eltern für das gesamte erste Halbjahr insgesamt nur die Hälfte der üblichen Kita-Beiträge zahlen müssten, weil coronabedingt nicht das volle Angebot zur Verfügung gestanden habe.

Jetzt lesen

Die Spitzenverbände begrüßten die Einigung über die Finanzierung. „Der Lockdown hielt lange an und die Familien waren dadurch stark gefordert“, hieß es. „Zahlreiche Kinder waren selten in Kitas und Offener Ganztagsschule.“ Falls im zweiten Halbjahr erneut Einschränkungen für Kitas und Offenen Ganztag durch die Pandemie erforderlich werden sollten, würden Land und Kommunen wieder miteinander reden.

dpa/kar

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt