Landestierschutzverband verteidigt Erika Scheffer

Tierquälerei-Vorwurf

HÖRDE Eine neue "Partei" hat sich in die Diskussion um mögliche Tierquälerei auf dem Hörder Erntemarkt eingeschaltet: Der Landestierschutzverband verteidigte die Haltung der Dortmunder Vereinsvorsitzenden Erika Scheffer.

von Von Peter Bandermann

, 04.11.2009, 11:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entenküken in einem beheizten Unterstand auf dem Hörder Erntemarkt.

Entenküken in einem beheizten Unterstand auf dem Hörder Erntemarkt.

Hinter diesen Zielen stehe auch der Dortmunder Tierschutzverein, dessen Vorsitzende Erika Scheffer die Ausstellung von Hoftieren auf dem Hörder Erntemarkt Anfang Oktober als Tierquälerei bezeichnet und den Eigentümer Ralf. D. Schmidt angezeigt hatte. Laut Fiesel dürften Ferkel, Enten, Hühner und andere Tiere wegen der dort „nicht artgerechten Unterbringung“ nicht auf Märkten ausgestellt werden.

Tiere auf Märkten mit kommerziellen Zwecken auszustellen sei mit dem Artikel 20 des Grundgesetzes nicht vereinbar. Der von Erika Scheffer erhobene Vorwurf entspreche den Leitlinien der Tierschutzpolitik. Zudem sei es originäre Aufgabe der Vorsitzenden Erika Scheffer, bei Verdachtsmomenten ein Verfahren einzuleiten. Stelle sich später heraus, dass der Verdacht unbegrünet sei, sei dies erfreulich und positiv. Die Haltung der Tierschutzverbände, dass Tiere auf Märkten nicht ausgestellt werden dürften, ändere sich damit allerdings nicht.