Landschaftswächter aus Liebe zur Natur

Ehrenamt

Sie haben sich die Natur zur Aufgabe gemacht. Hermann Dommermuth und Andreas Kimm sind Landschaftswächter und jeden Tag auf den Feldern, Wegen und Wiesen in Hombruch unterwegs. Dort stoßen sie immer wieder auf Probleme, die der Natur schaden.

HOMBRUCH

von Von Elisabeth Thobe

, 17.02.2012, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ständig draußen: Andreas Kimm und Hermann Dommermuth sind die Landschaftswächter für den Bezirk Hombruch.

Ständig draußen: Andreas Kimm und Hermann Dommermuth sind die Landschaftswächter für den Bezirk Hombruch.

Seit etwa zehn Jahren ist Andreas Kimm Landschaftswächter, sein Kollege Hermann Dommermuth engagiert sich schon seit 20 Jahren für dieses Ehrenamt. Zusammen wachen die beiden über Felder, Wege und Wiesen in Hombruch. „Wir schauen den Leuten die sich in der Natur aufhalten ein bisschen auf die Finger“, erklärt Hermann Dommermuth seine Aufgabe. Freilaufende Hunde, wilde Müllkippen, Reiter und Mountainbiker - alles das kann der Natur schaden.

Fast jeden Tag gehen die Landschaftswächter deshalb ihre Runden und versuchen die Leute aufzuklären. „Wenn die Hundebesitzer ihre Vierbeiner zum Beispiel in einem Tümpel baden lassen, dann können sie damit ein empfindliches Ökosystem stören“, sagt Dommermuth. „Das ist den meisten aber gar nicht bewusst.“ Neben den Hunden sind aber auch die wilden Müllkippen ein Problem für die Landschaftswächter, wie die beiden schon in der letzten Bezirksvertretung in Hombruch erklärten. „Es sind bestimmte Ecken wo man das Problem nicht in den Griff bekommt“, sagt Andreas Kimm.  Eine konkrete Lösung für die Probleme in der Natur gibt es erstmal nicht, sind sich beide Landschaftswächter einig. „Wir können nur immer wieder aufklären und das persönliche Gespräch mit den Leuten suchen“, so Dommermuth.

Das ihnen viel Unverständnis entgegenschlägt, gehört dabei zum Berufsrisiko. Denn weitreichende Kompetenzen haben sie nicht. „Wir können die Leute zwar nach ihren Adressen fragen, aber ob sie das machen ist eine andere Sache“, erklärt Kimm.  Auch das Aufgabengebiet der Landschaftswächter ist klar umgrenzt. „Im Wald haben wir keine Befugnisse, da ist das Forstamt zuständig.“ Nahe der Bahngleisen können Kimm und Dommermuth ebenfalls wenig ausrichten, da das Gelände der Bahn gehöre.  Was die beiden passionierten Jäger antreibt, trotzdem den Kampf gegen Windmühlen aufzunehmen, ist ihr Liebe zur Natur. „Wir versuchen mit unserer Arbeit die Natur zu erhalten“, so Kimm.

Deshalb sehen sie auch die geplanten Rad-und Wanderwege an den renaturierten Bächen kritisch. „Das Problem ist einfach, dass dort wo Natur geschaffen wird, sie dann auch gleich wieder zerstört wird“, sagt der 49-Jährige. Wenn diese Gebiete durch Radwege für die Freizeit erschlossen würden, müsse man dann mit allen negativen Konsequenzen leben.  Für die Landschaftswächter hat sich in den letzten Jahren aber auch einiges positive in ihrem Bereich entwickelt. „Die Leute sind schon mehr sensibilisiert und achten in manchen Gebieten schon auf die anderen und die Natur“, so Hermann Dommermuth.

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