Lange Jugendhaft für Intensivtäter

BOCHUM Nach einer Serie von Einbrüchen und Raubzügen in Bochum, Witten und Hattingen ist ein so genannter Intensivtäter am Dienstag zu drei Jahren und zehn Monaten Jugendhaft verurteilt. Der Angeklagte war in Bochum unter anderem in Büros der Diakonie eingestiegen. Weitere Tatorte waren Kindertagesstätten und eine Spielhalle.

von Von Jörn Hartwich

, 28.07.2009, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach seiner letzten Haftentlassung wohnte der Angeklagte eine Zeitlang bei seiner Schwester in Witten, danach trieb er sich vorwiegend auf der Straße herum. Vater und Mutter sind bereits gestorben, Halt hat der 21-Jährige zuletzt offenbar vor allem in Drogen gesucht.

Während er das erbeutete Geld natürlich sofort gebrauchen konnte, gab es mit dem Absatz manch anderer Beute durchaus Probleme: In einem Optikergeschäft ließ der Angeklagte zum Beispiel 300 Brillengestelle von Nobelmarken (Wert: 20.000 Euro) mitgehen, die er allerdings nirgendwo verkaufen konnte. Deshalb warf er sie am Ende einfach in den Container eines Kinderhilfswerks.