"Last Night": Die Anatomie des Seitensprungs

Im Kino

Wenn Max Frisch Recht hat, und Eifersucht die Angst vor dem Vergleich ist, hätte Joanna (Keira Knightley) dann Grund zur Eifersucht? Ihr Mann Michael scheint sich mit seiner Kollegin Laura gut zu verstehen, das lässt Joanna keine Ruhe. Während Knightleys Joanna nämlich eine fragile, um nicht zu sagen klapperdürre Person ist, wird die Laura in Massy Tadjedins "Last Night" vom kurvigen Rasseweib Eva Mendes gespielt.

von Kai-Uwe Brinkmann

, 03.01.2011, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hat Joanna (Keira Knightley) Grund zur Eifersucht?

Hat Joanna (Keira Knightley) Grund zur Eifersucht?

Wer wird wie weit gehen? Diese Frage macht die Spannung aus und tröstet über Längen, die sich aus der minutiösen Erzählweise ergeben. Das Psychologische ist stimmig, die Chemie zwischen den Darstellern ebenfalls. Knightley wird auffällig von ihrer Schokoladenseite fotografiert, viel tun muss sie nicht. Worthington immerhin kann mehr als bloß den taffen Krieger. Mendes’ Körperlichkeit sendet Signale genug. Ein herzenskluger Film, auch eine Art Hormon-Check. Wo hört der Dusel auf, wo fängt Treue an?