Laute Hilferufe: Dutzende Migranten aus Kühllastwagen in Österreich gerettet

Kriminalität

In Österreich werden 43 Migranten aus einem Kühllaster gerettet, darunter auch Kinder. Sie berichten von Todesangst und Sauerstoffmangel während der Fahrt.

Bruck a d Leitha

16.09.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
In diesem Kühllastwagen sollen sich mindestens 38 Migranten befunden haben. Die Personen aus Syrien, dem Irak und der Türkei seien in einem schlechten gesundheitlichen Zustand.

In diesem Kühllastwagen sollen sich mindestens 38 Migranten befunden haben. Die Personen aus Syrien, dem Irak und der Türkei seien in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. © dpa/Landespolizeidirektion Niederösterreich

In Österreich sind Dutzende Migranten aus einem Kühllastwagen gerettet worden, nachdem sie durch laute Rufe auf sich aufmerksam gemacht hatten. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, waren die von Schleppern nach Österreich gebrachten Menschen aus Syrien, dem Irak und der Türkei in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Der Kühllastwagen habe keine Möglichkeit zur Belüftung gehabt. Laut einer Mitteilung der Polizei befanden sich 43 Menschen, darunter sechs minderjährige Kinder, in dem Kühlanhänger.

Die Betroffenen berichteten nach Polizeiangaben von Todesangst und Sauerstoffmangel während der Fahrt. Zahlreiche Menschen seien demnach zeitweise ohnmächtig gewesen, eine Person sei kollabiert. Es sei ihnen gelungen, so laut auf sich aufmerksam zu machen, dass der Transporter kurz angehalten habe.

Der Vorfall erinnert an eine ganz ähnliche Situation mit 71 Toten im Jahr 2015 ganz in der Nähe. Nach Angaben der Polizei stand der Lastwagen nahe Bruck an der Leitha. Durch Anzeigen mehrerer Bürger war die Polizei bereits vor einer Woche auf den Lastwagen am Rande der Autobahn aufmerksam geworden. Die Zeugen hatten Menschen beobachtet, die von der Ladefläche des Transportes sprangen.

Lesen Sie jetzt