Laute Stimmen gegen die Alternative für Deutschland

Wahlkampfveranstaltung

Lautstarke Demonstrationen und ein Großaufgebot der Polizei. Dieses Bild zeigte sich am Donnerstag, 8. Mai, vor der Wattenscheider Stadthalle. Und auch drinnen war die Atmosphäre nicht weniger aufgeheizt. Grund dafür war eine Wahlkampfveranstaltung der AfD.

WATTENSCHEID

von Von Daniela Schmidt

, 11.05.2014, 08:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laute Stimmen gegen die Alternative für Deutschland

So viele Demonstranten wie erwartet, waren es nicht. Der Protest gegen die AfD war dennoch laut.

Hintergrund ist eine Klage der AfD gegen den Jugendring. Dieser hatte die Partei auf Werbeflyern zur Kommunalwahl, die an Schulen verteilt wurden, ähnlich Rechts angesetzt wie NPD und Pro NRW. „Mit diesen lassen wir uns nicht in einem Atemzug nennen“, sagte AfD-Sprecher Gabriele Walger-Demolsky. Zudem sei die Strafanzeige von einem Mitglied und nicht von der Partei erstattet worden.

Bereits zwei Tage vor der Veranstaltung wurde die Stadthalle mit Anti-AfD-Parolen bemalt, die am Donnerstag entfernt waren. In der Stadthalle selbst sahen die rund 400 Teilnehmer der Veranstaltung das polizeiliche Großaufgebot sowie die Proteste einigermaßen entspannt. „Protest gehört dazu und damit haben wir gerechnet“, so Walger-Demolsky.

„Sachbeschädigungen oder Bedrohungen gegen Personen gehören allerdings nicht dazu.“, Erleichtert zeigte sich Andreas Kuchajda, als Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH Vermieter der Stadthalle. „Wir haben uns auf alle möglichen Szenarien vorbereitet“, sagte er, „aber glücklicherweise ist die Lage entspannter als erwartet.“ Seine Firma hatte im Vorfeld, nach Bekanntwerden der Vermietung an die AfD, mit Androhungen zu tun. 

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