Lauterbach fordert: Astrazeneca-Impfstoff freigeben für alle drei Prioritätsgruppen

Coronavirus

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei Gruppen freizugeben. Denn es bleibe Impfstoff liegen.

Berlin

22.02.2021, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat gefordert, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei vorrangig zu impfenden Gruppen freizugeben.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat gefordert, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei vorrangig zu impfenden Gruppen freizugeben. © picture alliance/dpa

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat gefordert, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei vorrangig zu impfenden Gruppen freizugeben.

„Es bleibt Impfstoff liegen“

„Es bleibt Impfstoff liegen, weil sich nicht genug Personen aus der ersten Prioritätsgruppe anmelden oder nicht zum Termin erscheinen. Das ist eine absurde und unerträgliche Situation“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“. „Wir sollten beim Astrazeneca-Impfstoff jetzt unbürokratisch die Impfzentren für alle unter 65 Jahren aus den ersten drei Prioritätsgruppen öffnen. Dann könnten wir die Impfzentren endlich voll auslasten.“

Vorbehalte gegen Präparat sind unbegründet

Bei der Impfreihenfolge in Deutschland sind drei große Gruppen festgelegt: Gruppe eins mit „Höchster Priorität“, Gruppe zwei: „Hohe Priorität“, und Gruppe drei: „Erhöhte Priorität“. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland zurzeit nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren verabreicht - es fehlen Daten zur Wirkung bei Älteren. Deshalb bekommen die Beschäftigten in Pflegeheimen oder Intensivstationen in dieser Altersgruppe nun vorrangig dieses Vakzin geimpft.

Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet.

RND/dpa

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