Lauterbach fordert Schulschließungen bis Ostern

Coronavirus

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält es für einen Fehler, dass Schulen ohne funktionierende Testabläufe geöffnet werden. Wegen der Mutationen fordert er einen Schulstopp bis Ostern.

Berlin

14.03.2021, 20:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl Lauterbach (l., SPD) hält die Schulöffnung für einen Fehler.

Karl Lauterbach (l., SPD) hält die Schulöffnung für einen Fehler. © picture alliance/dpa

Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, hat einen Schulstopp bis Ostern gefordert. „Ich appelliere an die Länder, alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen, auch die Grundschulen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Montag). Als Grund für seine Forderung nannte Lauterbach die Virusmutationen, die sich „insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten“.

Die erneute Schließung von Schulen könne nur abgewendet werden, wenn Schüler zweimal pro Woche mit Schnelltests auf das Coronavirus getestet würden. Schulen, die dies noch nicht vorbereitet haben, sollten wieder geschlossen werden, sagte Lauterbach.

Lauterbach hält Öffnungen der Schulen für Fehler

„Es war ein Fehler, die Schulen ohne flächendeckend funktionierende Testabläufe zu öffnen. Bis Ostern sollten Lehrer und anderes Schulpersonal darin trainiert werden, die Schüler an allen Schulen an den Schnelltests anzuleiten.“

Neben den Schulschließungen forderte Lauterbach zudem zwei weitere Maßnahmen, „um die Lage beherrschbar zu halten und die Krankenhäuser nicht zu überfordern“. Der Gesundheitsexperte forderte die Länderchefs auf, die bei der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Notbremse konsequent zu ziehen, wenn in Regionen die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steige.

„Es darf keine lokalen Ausnahmen bei der Notbremse geben“, sagte Lauterbach. Außerdem müsse man mit dem Impfen konsequent und zügig voranschreiten.

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