Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Leerstände bereiten sorgen

Wickeder Hellweg

Auch der "faktische Zusammenbruch des Einkaufszentrums an der Meylantstraße" ist ein Thema für die Fraktion im Stadtbezirk Brackel. Sie fordern die Mehrheitsfraktionen in der Bezirksvertretung auf ihre Einzelhandelskonzepte vorzulegen.

BRACKEL/WICKEDE

von Von Jonas Müller-Töwe

, 17.08.2010
Leerstände bereiten sorgen

Leerstand am Meylantzentrum.

Das wiederum stößt auf Unverständnis – nicht nur bei der LEG, dem Betreiber des Einkaufszentrums, sondern auch bei Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka. „Es ist völlig normal, dass nicht alle Ladenlokale vermietet sind“, sagt er. Fluktuation sei im Gewerbe üblich. „Dieses Problem ist nicht gravierend.“

Anders als Hannes Fischer, Bezirksvertreter der Linken: „Zwischen dem Pleckenbrink und der Wickeder Straße stirbt ein Ladenlokal nach dem anderen. Das große Ladenlokal am Platz Lucia steht leer. Und auch der neu gebaute Edeka hat längst nicht mehr den ursprünglichen Lizenznehmer an Bord.“ Dazu komme die Situation im LEG-Einkaufszentrum an der Meylantstraße. Im Moment bestehe es nur noch aus einem Handwerksbetrieb, einer Pizzeria, einer Pommesbude sowie einem Büro der LEG. Eine Nahversorgung für die Wickeder Großsiedlung finde daher nur noch per Bus statt – „oder für den Süden der Siedlung am Dollersweg“, sagt Utz Kowalewski, Wickeder Ratsvertreter und für die Linke im Planungsausschuss.

Laut LEG kann von Leerstand keine Rede sein. Von 16 Gewerbeeinheiten seien derzeit 15 vermietet – unter anderem an einen Schuhmacher, einen Friseur und ein Physiotherapiezentrum. Außerdem werde das Zentrum bald für rund 80 000 Euro saniert. So sollen Kinderspielgeräte und eine neue Platzbeleuchtung installiert werden. Ein neuer Anstrich stehe auch auf dem Plan. Trotzdem: Auch die LEG räumt ein, dass eine Einkaufsmöglichkeit fehlt. „Das ist natürlich nicht schön, dass es dort keinen Lebensmittelladen mehr gibt“, sagt Bezirksbürgermeister Czierpka. Trotzdem sei das Problem in Neuasseln wesentlich größer. Von dort aus könne man nicht fußläufig Einkaufsmöglichkeiten erreichen – die nächste Gelegenheit für die Anwohner dort sei in Brackel.

Und bei der Lösung sind sich Bezirksbürgermeister Czierpka und Linken-Bezirksvertreter Fischer dann wieder einig. „Immer mehr zentral gelegene Supermärkte und 1-Euro-Läden sind nicht der Weisheit letzter Schluss“, sagt Fischer. Und Czierpka freut sich, dass eine politische Mehrheit in der Bezirksvertretung die Ansiedlung eines Discounters an der Leni-Rommel-Straße ablehnt.

Schlagworte: