LEG-Häuser in der Gartenvorstadt sollen sparsamer werden

rnSanierung in Unna

Die LEG investiert eine Million Euro in ihren Wohnungsbestand in der Gartenvorstadt. Die Bewohner tragen die Kosten teils über eine Mieterhöhung mit, sollen aber letztlich in die Lage kommen, Geld über geringere Energierechnungen zu sparen.

Unna

, 06.08.2018, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Wohnungsunternehmen LEG gibt in diesem Jahr im Schnitt rund 30 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aus, um seine Bestände instand zu halten beziehungsweise zu modernisieren und den Wohnwert für seine Mieter zu erhöhen. Wie das Wohnungsbauunternehmen mitteilte, ist das das höchste Investment seit 20 Jahren. Es übertreffe den Vorjahreswert um rund sieben Euro pro Quadratmeter. Die LEG unterstreiche damit ihre Strategie der nachhaltigen, wertsteigernden Entwicklung ihrer Wohnungen. Oftmals stünden dabei die energetische Ertüchtigung, also der Klimaschutz und die potenzielle Reduktion der Nebenkosten ganz oben auf der Agenda.

In Unna investiert das Wohnungsunternehmen dieses Jahr rund eine Million Euro in insgesamt 32 Wohnungen in der Gartenvorstadt. Davon entfallen nach eigenen Angaben 360.000 Euro auf reine Instandsetzungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Sanierung der Balkonbodenbeläge und der Haustürvordächer. Diese Kosten trage die LEG komplett selbst.

Die im Jahr 1963 erbauten Gebäude in der Harkortstraße 2 und 4 modernisiert das Unternehmen auch unter energetischen Gesichtspunkten. Die Mieter müssten deswegen mit höheren Mieten rechnen, wie ein LEG-Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte.

Mieten steigen um 16 Prozent

Konkret sollen die Mieten nach der Modernisierung voraussichtlich um durchschnittlich 62 Cent pro Quadratmeter angehoben werden. Die alte Durchschnittsmiete beträgt 3,90 Euro pro Quadratmeter, die neue wird bei 4,52 Euro liegen. Das entspricht eine Erhöhung um 16 Prozent. Die voraussichtliche Energieeinsparung, die die Modernisierung ermöglicht, soll aber höher ausfallen. Um 99 Cent pro Quadratmeter soll die Energierechnung geringer ausfallen – „im Idealfall, wenn man optimal heizt und lüftet“, so ein LEG-Sprecher. Die Einsparung sei immer abhängig vom individuellen Nutzerverhalten.

Bauarbeiten bis Ende November

Die Bauarbeiten an der Harkortstraße haben Mitte Juli begonnen. Das Gebäude mit der Hausnummer 2 ist komplett eingerüstet, Nummer 4 soll in Kürze folgen. Aktuell laufen Dacharbeiten. Alle Maßnahmen sollen voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein. Dies ist geplant: Die LEG lässt Fassaden neu farblich gestalten mit einem Wärmeverbundsystem, Flachdächer erneuern und neue, isolierverglaste Fenster mit Kunststoffrahmen einbauen. Kellerdecken werden gedämmt, Balkongeländer saniert und Treppenhäuser angestrichen.

Die LEG modernisiere ihre Immobilien „mit Augenmaß“, wie das Unternehmen betont. Diese Strategie zahle sich aus: „Mit einer Mietzeit von über elf Jahren bleiben unsere Mieter der LEG überdurchschnittlich lange treu. Auch Mietverhältnisse von mehreren Jahrzehnten sind bei der LEG keine Seltenheit“, so Andrea Hill, LEG-Niederlassungsleiterin in Bergkamen.