Legionellen gefährden Badespaß nicht länger

Freizeitbad Heveney

Gute Nachricht an heißen Tagen: Im Freizeitbad Heveney, das seit Anfang Mai geschlossen war, kann nun wieder geschwommen werden. Legionellen waren der Grund für die Schließung. Diese sind zwar inzwischen beseitigt worden. Mängel gibt es in dem Bad aber immer noch. Sie gefährden aber derzeit nicht den Badebetrieb.

BOCHUM

07.06.2014, 08:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Freizeitbad Heveney muss dringend saniert werden. Die Frage ist, wer die Kosten trägt.

Das Freizeitbad Heveney muss dringend saniert werden. Die Frage ist, wer die Kosten trägt.

„Wir haben zuerst den Filter erneuert, dann ein durchhängendes Rohr ausgetauscht, aber das war wohl noch nicht alles“, räumt Wilfried Perner, Geschäftsführer der Freizeitzentrum Kemnade GmbH (FZK) ein. Jetzt scheint ein neuer Ansatz den gewünschten Erfolg zu bringen: „Nachdem wir noch einen Wasserhahn ausgetauscht haben, war die jüngste Probe frei von Legionellen.“ Gestern gab das Gesundheitsamt das Becken wieder frei. Aus Sicht von Dr. Hans-Joachim Boschek gibt es noch zwei weitere Schwachpunkte im Freizeitbad, die seine Sicherheit aber nicht beeinträchtigen: „Sonst hätte ich es sofort geschlossen.“

  • Auch in den Duschen seien Legionellen aufgetaucht, doch nach Sanierungen würden die Grenzwerte dort wieder eingehalten: „Zur Sicherheit kontrollieren wir dort jetzt alle vier Wochen.“
  • Das Badewasser sei in Ordnung, doch es weise eine höhere Chlorkonzentration auf als andere Bäder: Eine moderne Wasseraufbereitungsanlage wäre nötig. Die alte sei zudem lange auf eine zu niedrige Temperatur eingestellt gewesen. Auch Perner erkennt den Sanierungsbedarf. Er hat bereits Anfragen an die FZK-Gesellschafter – den Regionalverband Ruhr, EN-Kreis, Ruhrverband sowie die Städte Bochum und Witten - gestellt. So nebenbei wäre für ihn die erforderliche Summe nicht zu bezahlen. Perner schätzt, dass über 200 000 Euro nötig sind.

Jens Hapke, Sprecher des Regionalverbandes, betont: „Die Gesellschafter haben das FZK gebeten zu prüfen, was sie selbst noch beisteuern kann.“ Dann wollen sie beraten, wie die Finanzierung gelingen könnte. 

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