Lehmbruck und sein Verhältnis zum Expressionismus

Lehmbruck-Museum

Das Lehmbruck-Museum zeigt Meister des Expressionismus: Zu sehen sind Werke von Emil Nolde, Franz Marc, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Erich Heckel, Max Beckmann und Alexej von Jawlensky. Im Zentrum der Ausstellung steht der Duisburger Wilhelm Lehmbruck. „Bilder des Aufbruchs. Der Expressionismus und Lehmbruck“ präsentiert Malerei des Künstlers, der vor allem als Bildhauer bekannt ist.

DUISBURG

von Von Dominique Snjka

, 11.12.2013 / Lesedauer: 2 min
Lehmbruck und sein Verhältnis zum Expressionismus

Zu sehen ist auch Freilicht (Moritzburg), ein 1910 entstandenes Öl-Gemälde von Max Pechstein.

Lehmbruck-Museum Duisburg: „Bilder des Aufbruchs. Der Expressionismus und Lehmbruck“, bis 9.2.., „Eldorado. Heinz Trökes zum 100. Geburtstag“ , bis 5.1., Friedrich-Wilhelm-Str. 40, Mi 12-18 Uhr,Do 12-22 Uhr, Fr/Sa 12-18 Uhr, So 11-18 Uhr.
 

Die Duisburger Ausstellung widmet sich Lehmbrucks Verhältnis zum Expressionismus: Während die Expressionisten der Künstlergruppe Brücke die Harmonie zwischen Mensch und Natur darstellten und leuchtende Farben verwendeten, verfolgte Lehmbruck mit dieser Komposition ein anderes Ziel – die Suche nach der Form.„Es ging darum, wie man Figuren im Bildraum organisiert“, sagt Kuratorin Dr. Marion Bornscheuer. Auch Farben verwendete Lehmbruck dezenter als die Expressionisten. Wer durch die Schau geht, findet Trennendes und Verbindendes.

Eine ganz andere Ausstellung ist aktuell im Untergeschoss des Museums zu sehen: „Eldorado. Heinz Trökes zum 100. Geburtstag“ führt ins Südamerika der 60er-Jahre. Trökes reiste quer über den Kontinent, besuchte Peru, Mexiko, Bolivien und Guatemala. Aus seinen Eindrücken sind wundersame Fabelwesen entstanden, die „Mauertiere“.

Ihre hyänenähnlichen Köpfe unbeirrbar nach vorn gerichtet, gleiten sie über einem patchworkartig geriffelten Meer dahin, bunte Ritter mit Fischschuppen. „In Südamerika ist seine Palette bunter geworden“,sagt Kurator Dr. Michael Krajewski. Zur Ausstellung gehören auch 600 Jahre alte Maya-Keramiken und andere Mitbringsel: Eine Kirche im Taschenformat, Tongefäße, Heiligenfiguren, – Schlüssel zu Trökes Inspiration.  

Lehmbruck-Museum Duisburg: „Bilder des Aufbruchs. Der Expressionismus und Lehmbruck“, bis 9.2.., „Eldorado. Heinz Trökes zum 100. Geburtstag“ , bis 5.1., Friedrich-Wilhelm-Str. 40, Mi 12-18 Uhr,Do 12-22 Uhr, Fr/Sa 12-18 Uhr, So 11-18 Uhr.